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Datenbankprobleme und falsche Firewall-Konfiguration: Gitlab war down

GitLab steht in direkter Konkurrenz zu GitHub

Über die Mittagszeit war Gitlab nicht mehr erreichbar. Die Fehlersuche gestaltete sich offenbar interessant. Inzwischen ist der Dienst wieder online.

Zunächst sah es nach Routine aus. Gitlab stellte Probleme mit der Datenbank-Konnektivität fest und wollte das Problem offenbar mit der Standardprozedur beheben. Kurze Zeit später stellten sie dann allerdings fest, dass es doch eher an der Firewall als am Datenbank-Server liegen müsste. Angeblich soll eine fehlerhafte Konfiguration der Firewall die Gitlab-Applikation daran gehindert haben, sich mit der Datenbank zu verbinden.

Also, flugs die Firewall-Konfiguration geändert und – ging immer noch nicht. Nun sollte der erzwungene Neustart der Firewall und der Anwendung helfen.

Seit 13:45 Uhr läuft Gitlab wieder und sollte in allen Teilen der Welt demnächst wieder erreichbar sein. Schlussendlich hielten zwei Datenbank-Knoten hartnäckig veraltete Informationen, was das Gitlab-Team bereinigen konnte. Damit ist Gitlab nach rund zwei Stunden wieder einsatzbereit.

Gitlab kämpft mit Stabilitätsproblemen

Gitlab ist ein Versionskontrollsystem, das ganz ähnlich wie der direkte Wettbewerber GitHub arbeitet. Anders als GitHub erlaubt Gitlab indes die lokale Installation auf einem eigenen Server. Entwickler, die in Einheiten arbeiten, bei denen sich der Einsatz eines Versionskontrollsystems auf eigener Hardware lohnt, schwören darauf.

Die weitaus meisten Entwickler werden sich indes auf ein gehostetes Angebot verlassen wollen. Hier hat sich Gitlab in den letzten Jahren nicht unbedingt als stabilste Lösung erwiesen. Klagen über mangelnde Performance und Ausfälle begleiten den Dienst zuverlässig.

Auch der aktuelle Ausfall hat sich Nutzern zufolge schon seit Tagen angekündigt. Demnach soll Gitlab immer langsamer geworden sein, bis es schließlich zum Abbruch der Verbindung gekommen ist. Unklar bleibt dabei, ob es sich um ein Wachstumsproblem handelt. Immerhin hatte Gitlab in den letzten Wochen deutlich an Nutzern zugelegt. Möglicherweise schaffen die Betreiber eine zügige Skalierung der Technik nicht im erforderlichen Umfang.

Besonders ärgerlich sind solche Ausfälle für zahlende Kunden. Immerhin sieht auch die gehostete Version von Gitlab Preise von bis zu 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat vor. Bei solchen Preisen dürfte eine gewisse Redundanz des Dienstes erwartbar sein. Ansonsten bleibt nur die eigene Serverlösung. Für ambitionierte Selbsthoster kann die kostenlose Core-Edition eine Alternative sein. Die Preise von Gitlab auf dem eigenen Server unterscheiden sich im Übrigen nicht von den Preisen der SaaS-Lösung (Software as a Service).

t3n meint:

Nachdem sich Gitlab immer mehr in Richtung SaaS bewegt, wird deutlicher, dass das bisherige Recruiting nicht geeignet war, um diesen Wandel zu begleiten. Versteht sich Gitlab als Software-Firma, benötigt es natürlich im Wesentlichen Entwickler. Betrachtet sich Gitlab indes immer mehr als Service-Anbieter, so braucht es auch Ingenieure, die sich mit Hard- und Softwarekonfigurationen und den Tiefen der Netzwerkprotokolle auskennen.

Dieter Petereit

Passend dazu: Arbeit im Homeoffice: Bei Gitlab muss kein Mitarbeiter ins Büro

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Ein Kommentar
Christoph
Christoph

Kleine Korrektur: Auch Github kann in Form von Github Enterprise auf eigenen Servern betrieben werden. Eine kostenlose Version gibt es allerdings nicht.

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