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Arbeit im Homeoffice: Bei Gitlab muss kein Mitarbeiter ins Büro

Die Gitlab-Gründer Dmitriy Zaporozhets und Sid Sijbrandij. (Foto: Gitlab)

Github-Konkurrent Gitlab macht 100 Millionen US-Dollar Umsatz und ist 1,1 Milliarden Dollar wert. Bei dem Startup gibt es kein zentrales Büro, alle Mitarbeiter sind im Homeoffice.

Im Herbst 2018 hatte Gitlab in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar eingesammelt. Die Bewertung des Startups, das 2020 an die Börse will, schnellte auf 1,1 Milliarden Dollar. Ungewöhnlich ist dabei nicht die Geschwindigkeit des Aufstiegs in den Einhorn-Status. Vielmehr erstaunt, dass bei Gitlab ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet wird. Wie das gelingt, hat Mitgründer Sid Sijbrandij gegenüber Forbes erklärt.

Gitlab verpasst sich Remote-Manifesto

Über 700 Mitarbeiter in rund 55 Ländern zu koordinieren, wäre von einem zentralen Büro aus auch etwas schwierig. Aber das Homeoffice-Bekenntnis von Gitlab gehört zur Firmenphilosophie. Auf der Website des Unternehmens findet sich ein sogenanntes „Remote-Manifesto“. Darin heißt es, dass bei Gitlab vom Homeoffice aus flexibel gearbeitet wird. Ein Nine-to-Five-System gibt es nicht. Das Ergebnis zählt, nicht die dafür verwendeten Stunden.

Damit das gelingt, werden Meetings bei Gitlab per Webcam durchgeführt. Jeden Tag gibt es für die Mitarbeiter einen Videochat mit dem Unternehmen. Dazu werden die Gitlab-Mitarbeiter in Gruppen von jeweils rund 20 Mitarbeiter unterteilt, wie Forbes schreibt. Die Gespräche sollen dabei nicht nur auf die Arbeit konzentriert sein. Es gehe durchaus auch mal um Lieblingsfilme und Magazine.

Bei Gitlab spiele die soziale Interaktion eine große Rolle – auch oder weil sich die Mitarbeiter großteils nur über den Bildschirm flimmern sehen. Für Gitlab ist die Idee des Homeoffice keine Herausforderung, die es zu meistern gelte, sondern ein klarer Vorteil aus Unternehmenssicht, wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt. Dazu gehören Einsparungen bei der Büromiete und eine größere Flexibilität für die Mitarbeiter.

Gitlab: Nachteile des Homeoffice

Allerdings beschreibt Gitlab in seinem Remote-Manifesto auch Nachteile des Homeoffice. So könne es für neue Mitarbeiter schwierig sein, was das Kennenlernen der Kollegen und das Vertrautmachen mit der neuen Tätigkeit angehe. Gerade in den ersten Wochen könnten Mitarbeiter sich auch einsam fühlen. Zudem werde den Mitarbeitern eine Menge an Selbstorganisation und Motivation abverlangt.

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