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GitLab will seine Nutzer jetzt doch nicht tracken

(Bild: Sharaf Maksumov/Shutterstock)

Nach Protesten aus der Community tritt GitLab zunächst von seiner Position zurück, mit dem nächsten Update seiner Eigenprodukte erweiterte Tracking-Methoden einsetzen zu wollen. Die Nutzererfahrung will das Unternehmen aber trotzdem verbessern.

In einem Nutzer-Mailing vom 23. Oktober 2019 hatte die Versionsverwaltungsplattform angekündigt, ab Version 12.4 ihre Nutzungsbedingungen aktualisieren zu wollen. Nutzer der GitLab-Eigenprodukte – GitLab.com und der Enterprise Edition – sollten zusätzliche JavaScript-Snippets akzeptieren, über die Daten über das Nutzerverhalten an GitLab und an sogenannte Third-Party-SaaS-Telemetrie-Services weitergeleitet werden. Die Zustimmung durch die Nutzer war als Bedingung für die weitere Nutzung der genannten Services angelegt. Wer das nicht akzeptieren wolle, könne jedoch immer noch die MIT-lizensierte Community Edition nutzen, die von den Änderungen nicht betroffen sein würde, so GitLab.

Massive Gegenwehr und prompte Entschuldigung

Nach massiven Protesten aus der Nutzergemeinde ruderte der deutlich kleinere GitHub-Konkurrent bereits am nächsten Tag zurück und entfernte die Änderungen noch vor Inkrafttreten. In dem neuen Statement entschuldigte sich das Unternehmen für den Fehler.

Die Entscheidung, das Nutzerverhalten zukünftig sowohl selbst als auch über Third-Party-Services zu tracken, um – nach eigener Aussage – die User-Experience zu verbessern, sei voreilig und über die Köpfe der Nutzer hinweg getroffen worden. Das Unternehmen entschuldigte sich jetzt ausdrücklich dafür, Nutzer, Kunden und Mitwirkende bei der Entscheidung nicht einbezogen zu haben.

Weiteres Vorgehen

Als nächsten Schritt kündigte GitLab eine Retrospektive an, in der dokumentiert werden soll, was genau bei der Entscheidung schief gegangen war. An dem Prozess sollen sowohl Kunden als auch Nutzer und die weitere Community beteiligt werden. Am Ende will das Unternehmen mit einem Vorschlag zur Verbesserung der Nutzererfahrung an die Community herantreten. Wer sich gerne beteiligen will, kann das an dieser Stelle tun. Laut eigenem Statement bereut GitLab den Fehler, die Community in dieser Sache übergangen zu haben und will sich deshalb mit dem neuen Entwurf alle Zeit nehmen, die dafür nötig sei. Kunden haben außerdem die Möglichkeit, sich mit weiterem Feedback an ihre GitLab-Ansprechpartner zu wenden.

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