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Luft statt Kabel: Wie eine neue Technologie einmal Glasfaserkabel ersetzen könnte

Luft statt Kabel? (Foto: Barta IV / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Langfristig könnte es eine Alternative zu Glasfaserkabeln geben. US-Forscher schafften es in einem Experiment, das eigentliche Kabel durch Luft zu ersetzen. Doch wie sieht die Zukunft dieser Technologie aus?

Mit Ihrer Methode konnten die Forscher die Leitungseigenschaften für Licht um 50 Prozent verbessern. (Grafik: E. W. ROSENTHAL, N. JHAJJ, J. K. WAHLSTRAND und H. M. MILCHBERG / American Physical Society)
Mit Ihrer Methode konnten die Forscher die Leitungseigenschaften für Licht um 50 Prozent verbessern. (Grafik: E. W. ROSENTHAL, N. JHAJJ, J. K. WAHLSTRAND und H. M. MILCHBERG / American Physical Society)

Alternative zum Glasfaserkabel? Forscher entwickeln Lichtwellenleiter aus Luft

Glasfaserkabel sind aus unserer heutigen Internet-Infrastruktur nicht mehr wegzudenken. Ganze Kontinente werden durch Unterwasserkabel verbunden und ermöglichen so die weltweite Kommunikation. Doch nicht immer ist der Einsatz von Glasfaserkabeln zur Überwindung großer Strecken möglich. Ein Forscherteam der Universität von Maryland hat es jetzt geschafft, das Funktionsprinzip eines Lichtwellenleiters ohne das eigentliche Kabel umzusetzen und stattdessen auf Luft zu setzen.

Um das Verhalten von Glasfaserkabeln nachzuahmen, mussten die Wissenschaftler einen Kern aus dichter Luft erzeugen, der wiederum von einer Schicht aus dünnerer Luft umgeben wird. Diese dünnere Außenhülle reflektiert das Licht nach innen, wodurch es an seinen Bestimmungsort gelenkt wird. Zur Veränderung der Luftdichte setzen die Forscher auf starke aber extrem kurze Laserimpulse. Diese erwärmen die Luft und ändern damit ihre Dichte.

Lichtwellenleiter aus Luft: Forscher erzeugten Kanäle von einem Meter Länge

Den amerikanischen Wissenschaftlern gelang es bisher, Kanäle von etwa einem Meter Länge zu erzeugen. Das „Luftkabel“ blieb laut Messungen einige Millisekunden bestehen – deutlich länger als die Erzeugung mit Laserimpulsen dauerte. In dem erzeugten Kanal verbesserten sich die Leitungseigenschaften für Licht um 50 Prozent.

Schon jetzt ließe sich die Technik vermutlich für verschiedene Messverfahren nutzen. Als Möglichkeit zur dauerhaften Datenübertragung eignet sie sich indes noch nicht. Aber es ist ein Anfang und zeigt vielleicht schon heute, wo die Reise im Bezug auf Datenübertragungen hingehen könnte. Das vollständige Paper findet ihr hier.

via www.cbc.ca

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