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Das sind die innovativsten Unternehmen der Welt

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Dass so viele deutsche Vertreter so weit vorne sind, bestätige den Trend der vergangenen Jahre, schreiben die Studienautoren. „Deutsche Unternehmen profitieren von ihrer starken globalen Präsenz sowie ihrer installierten Basis an Geräten, Maschinen und Anlagen. Die gigantischen Mengen an Maschinendaten aus dem laufenden Betrieb werden zunehmend konsequent genutzt und verschaffen den deutschen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil“, schätzt Kratz die Lage ein.

Grafik: Boston Consulting Group

Grafik: Boston Consulting Group

Mangel an digitalen Innovationsprojekten

Ein „gespaltenes Bild“ zeige sich allerdings dann in Deutschland, wenn es um die Bewertung der eigenen Unternehmen gehe. Zwar haben 84 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte Innovation eine hohe Bedeutung in ihren Unternehmen eingeräumt, doch setzen offensichtlich nur wenige Firmen bisher digitale Innovationsprojekte um.

So bauen nur jeweils etwa ein Fünftel der Unternehmen auf Plattformökosysteme, Datenanalyse oder digitales Design. Das sind im Schnitt fast elf Prozentpunkte weniger als im globalen Vergleich. Beim Thema Künstliche Intelligenz sehen sich zwar ein Viertel der Befragten als Vorreiter, jedoch auch fast ein Fünftel als Nachzügler.

„Die starke Präsenz deutscher Unternehmen in den Top 50 zeigt, dass es hierzulande immer mehr Unternehmen schaffen, sich zu Innovationsführern zu entwickeln. Gleichzeitig ergibt die Selbsteinschätzung der Unternehmen, dass es in der Breite noch Aufholbedarf hinsichtlich der Innovationskraft gibt“, sagt Florian Grassl, Partner bei BCG und Ko-Autor der Studie.

Arbeit mit Inkubatoren beliebt

Insgesamt machen die Digitalkonzerne aus den USA die Spitzenplätze im Ranking unter sich aus. Hinter Alphabet folgen mit Amazon, Apple und Microsoft weitere amerika­nische Tech-Konzerne. Führende Unternehmen setzen dabei immer stärker auf Partnerschaften. Drei von vier dieser Firmen arbeiten im Innovationsprozess mit Inkubatoren, während mehr als vier Fünftel Partnerschaften mit Wissenschaft und anderen Unternehmen nutzen.

Die Fähigkeit, funktionierende und nachhaltige Partnerschaften aufzubauen, sei eine wesentliche Voraussetzung für digitale Innova­tionen, sagt Kratz: „Auch in Deutschland denken vor allem die Vorreiter zunehmend in Plattformen, das sehen wir zum Beispiel an der Autoindustrie. Dabei geht es nicht allein um geringere Entwicklungskosten. Vielmehr entsteht aus der Kombination unterschiedlicher Fähigkeiten und Positionen ein größerer Mehrwert für den Kunden – und damit ein erheblicher Vorteil im Wettbewerb.“

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