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Bekommt GM kalte Füße? Verhandlungen über Nikola-Einstieg dauern an

Als Win-Win-Situation feierten Beobachter und die beteiligten Firmen den geplanten milliardenschweren Einstieg von GM bei Nikola vor einigen Wochen. Jetzt drückt GM erst einmal auf die Bremse.

2 Min.
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Nikola Badger. (Foto: Nikolamotor.com)

Am 8. September sorgte die Nachricht, dass der US-amerikanische Autobauer General Motors (GM) beim E-Truck-Hersteller Nikola einsteigen will, für Euphorie. Die Nikola-Aktie kletterte innerhalb kurzer Zeit um über 50 Prozent nach oben, Beobachter und beide Unternehmen sprachen von einer klaren Win-Win-Situation. Ab 10. September brachen dann erste Betrugsvorwürfe über Nikola herein, aufgrund derer Firmengründer Trevor Milton die Firma verließ. Zuletzt gab es noch Missbrauchsvorwürfe gegen Milton. Für GM sind das alles Gründe, beim Nikola-Einstieg erst einmal abzuwarten.

GM und Nikola: Verhandlungen werden fortgesetzt

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Ursprünglich war ein Abschluss der Verhandlungen für den 30. September angedacht, wie Reuters schreibt. Jetzt erklärte GM, dass der Deal noch nicht in trockenen Tüchern sei. „Wir führen die Verhandlungen mit Nikola fort“, so GM. Nikola bestätigte die Fortsetzung der Gespräche über den Deal, laut dem GM elf Prozent an Nikola übernehmen will. Dieser Anteil war Anfang September noch rund zwei Milliarden US-Dollar wert gewesen. Mittlerweile dürfte sich der Wert des Nikola-Anteils allerdings mehr als halbiert haben.

Außerdem sollten im Rahmen der GM-Nikola-Kooperation 700 Millionen Dollar in die Entwicklung des E-Pickup-Trucks Badger fließen. Nikola soll zudem die Möglichkeit bekommen, den Badger in einer GM-Fabrik zu bauen und entsprechende Infrastruktur zu nutzen. Ob GM und Nikola jetzt die vereinbarten Details der Vereinbarung noch einmal nachverhandeln werden, dazu wollten beide Unternehmen nichts sagen. Man werde entsprechende Updates kommunizieren, wenn dies „angebracht oder erforderlich“ sei, ließ GM dazu wissen.

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Nikola-Aktie weiter im Sinkflug

Beobachtern zufolge könnte die Verzögerung bei den Verhandlungen zum einen bedeuten, dass GM abwarten möchte, wie sich die Vorwürfe um Nikola entwickeln. Außerdem dürfte der Autobauer auch noch einmal beim Preis nachverhandeln wollen. Dass die Verzögerung an der Börse gar nicht gut ankommt, zeigt der weitere Einbruch der Nikola-Aktie: Am Dienstag ging das Papier mit einem Minus von gut sieben Prozent aus dem Handel – erholte sich nachbörslich aber etwas. Am Mittwoch standen vorbörslich allerdings noch einmal minus drei Prozent zu Buche.

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Den bei der US-Börsenaufsicht SEC, die übrigens die gegen Nikola erhobenen Vorwürfe prüft, eingereichten Unterlagen zum möglichen GM-Einstieg bei Nikola zufolge müssen die Verhandlungen darüber bis zum 3. Dezember abgeschlossen sein. Danach könnten beide Seiten von dem potenziellen Deal zurücktreten.

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