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Gmail: Mails sind bald bis zu 50 Jahre im Voraus planbar

Gmail für Android. (Foto: hilalabdullah / Shutterstock.com)

Mit dem zeitversetzten Senden führt Google bei Gmail eine praktische Planungsfunktion ein, die insbesondere für das Versenden beruflicher Mails und Newsletter praktisch ist.

Als Google vor 15 Jahren zum 1. April mit Gmail an den Start ging, glaubten viele Nutzer und Journalisten an einen Aprilscherz. Zu unglaublich schien damals ein (so gut wie) unendlich großes Mailkonto, das zunächst ein Gigabyte Speicherplatz bieten sollte. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Gmail für immer mehr Kunden zur Mailplattform Nummer 1, denn durch das Beenden anderer Produkte, etwa Google Inbox, wurden etliche Funktionen in das zentrale Mailprodukt von Google integriert.

Gmail kann zeitversetztes Senden bis zu 50 Jahre planen

Eine Funktion, die dem Google-Mailer bis dato immer noch fehlt (und die nur über Umwege zu realisieren war), wird jetzt nachgebessert: Es geht dabei um das zeitversetzte Absenden einer E-Mail, ein Feature, das in der Vergangenheit immer mal wieder vermisst wurde und das etliche andere Anbieter schon seit Jahren zur Verfügung stellen. Wie ein Blick in die APK der neuen Version der App zeigt, kann der Nutzer in Zukunft festlegen, ob er eine Mail gleich oder später verschicken will. Die Zeit, die hier einstellbar ist, reicht von zwei Minuten bis zu fünfzig Jahren, vorausgesetzt der Account existiert dann noch. Einträge in der Scheduled-Liste, also Mails, die bereits vorgeplant sind, können im Nachhinein noch gecancelt werden, wenn der Versandtermin noch nicht erreicht wurde.

Ähnlich wie bei anderen Anbietern besteht ein Vorteil darin, dass der ganze Prozess in der Cloud abläuft – das jeweilige Gerät braucht daher weder online noch eingeschaltet zu sein, wenn der geplante Zeitpunkt erreicht wird. Umgekehrt bedeutet das aber, dass eine geplante Mail auch nicht deaktiviert werden kann, ohne dass der Nutzer Zugang zur Cloud hat – also etwa, wenn er sich im Flugmodus befindet.

Eine weitere Neuerung, die allerdings eher für einen kleinen Prozentsatz der Nutzer relevant sein wird, ist ein Unterbinden der Synchronisierung bei Vorliegen bestimmter Sicherheitslücken. So kann ein Administrator festlegen, dass der Nutzer ohne Screen-Lock oder bei sonst wie unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen keine Synchronisierung vornehmen kann. Wann beide Funktionen genau ausgerollt werden, ist noch nicht bekannt – wahrscheinlich ist aber, dass dies im Kontext mit dem 15-Jährigen gegen Ende des Monates erfolgt. Zum Geburtstag im vergangenen Jahr hatte Google tief greifende Änderungen am Bedienkonzept vorgenommen.

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Ein Kommentar
macp
macp

Gut wäre wenn endlich mal die Archivfunktion via Gsuite Exchange in der Mail App in iOS funktioniert und nicht so ein Blödsinn.

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