News

Gocardless – Google und Salesforce stecken 66 Millionen Euro in Lastschriftservice

Lastschrift-as-a-Service: Gocardless-Gründer Hiroki Takeuchi sammelt Investmentmillionen ein. (Foto: Gocardless)

Gocardless gibt eine neue Investmentrunde bekannt, Google und Salesforce beteiligen sich mit 66 Millionen Euro. Die Geheimwaffe von Gocardless: Die gute alte Lastschrift.

Eigentlich ist die Idee recht simpel. Aber auf die Umsetzung kommt es eben an. Das müssen sich Thomas Blomfield und Hiroki Takeuchi gedacht haben, die beiden Gründer des britischen Fintech-Unternehmens Gocardless. Und es scheint zu funktionieren: Gocardless hat heute bekanntgegeben, dass sie in einer Serie-E-Investmentrunde 66,9 Millionen Euro von IT-Riesen wie Google und Salesforce eingesammelt haben.

Lastschrift-as-a-Service

Dafür bieten sie, Achtung, Trommelwirbel: Lastschriftverfahren. Lastschrift-as-a-Service gewissermaßen. Die Idee ist, dass es für wiederkehrende Zahlungen einfacher sein kann, wenn der Kunde einmal eine Einzugsermächtigung ausfüllt, als sich mit seinen Kreditkartendaten oder Überweisungen herumzuärgern.

Mit dem neuen Geld will Gocardless auch stärker in den Dach-Markt vordringen. Man wolle, so das Unternehmen, dafür auch 70 Prozent mehr Mitarbeiter in der Region einstellen, vor allem in München. Das Geld des
Serie-E-Investments kommt dabei von den Investoren Google Ventures, Adams Street Partners und Salesforce Ventures sowie den bisherigen Investoren Accel Partners, Balderton Capital, Notion Capital und Passion Capital. Neben dem Dach-Raum will Gocardless damit aber auch die Fähigkeit vorantreiben, weltweit Zahlungen abzuwickeln.

Gocardless hofft auf die Abo-Wirtschaft

Für die weitere Entwicklung hofft das Fintech vor allem auf den Aufstieg der Abo-Wirtschaft – also wiederkehrende Zahlungsmodelle wie die von Netflix oder Spotify – auch im B2B-Bereich. Rund 18 Prozent der weltweiten Zahlungen, so das Unternehmen, seien mittlerweile schon wiederkehrend. Diese Transaktionen sollen mit Lastschrift einfacher werden als beispielsweise Zahlungen per Kreditkarte.

Hiroki Takeuchi, CEO von Gocardless, erklärt: „Die Art und Weise in der Unternehmen Lastschriften einziehen, ist nicht zeitgemäß. Ein globales Netzwerk für Lastschriften ist eine absolute Notwendigkeit, um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, wiederkehrende Zahlungen an jedem Ort und in jeder Währung problemlos einzuziehen.“

Bisher, so das Unternehmen, würde es bereits Zahlungen mit einem Volumen von neun Milliarden Euro pro Jahr verarbeiten.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung