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Bitcoin-Handel: Ex-Banker will Goldman Sachs für Kryptowährungen schaffen

Bitcoin-Kurs. (Foto: dpa)

Der Ex-Banker Michael Novogratz will eine Handelsbank à la Goldman Sachs schaffen, die sich ausschließlich mit Kryptowährungen beschäftigt. Doch es gibt zahlreiche Risiken.

Kryptowährungen: Handelsbank für Bitcoin und Co. geplant

Einst war Michael Novogratz Partner bei Goldman Sachs und als Händler beim Hedgefonds Fortress aktiv. Dann entschloss sich der 53-Jährige, in der weniger regulierten Welt der Kryptowährungen aktiv zu werden – mit Erfolg. Sein Hedgefonds Galaxy Investment Partners hat mehrere Hundert Millionen US-Dollar in verschiedene digitale Währungen wie Bitcoin, Ether oder Ripple investiert. Jetzt will Novogratz eine Handelsbank für Kryptowährungen schaffen – nach dem Vorbild von Goldman Sachs, wie das Handelsblatt berichtet.

Michael Novogratz spricht auf einer Konferenz über Kryptowährungen. (Bild: Twitter/Novogratz)

Diese Krypto-Bank soll den Kunden Vermögensverwaltung, Beratung und Handel mit Bitcoin und Co. bieten. Für die Gründung der Bank hat Novogratz laut Handelsblatt einen gewieften Plan gefasst. Die Bank soll statt an der Wallstreet aus regulatorischen Gründen ihren Sitz in Kanada haben. Dort wolle der Hedgefonds-Manager das Startup First Coin Capital übernehmen, dieses mit einer börsennotierten Gesellschaft fusionieren und in Galaxy Digital Holdings umbenennen, heißt es bei Bloomberg.

Das Unternehmen soll weiter an der Börse in Kanada notiert bleiben. Die dafür nötigen 200 Millionen Dollar sammle Novogratz gerade ein. Ende März soll die Krypto-Bank an den Start gehen. Ein Team von ehemaligen Wallstreet-Bankern unterstütze den 53-Jährigen bei seinem ambitionierten Plan, heißt es.

Wenig förderlich für den Erfolg der geplanten Bank und das Vertrauen der potenziellen Kunden dürfte allerdings das Vorgehen verschiedener Staaten wie Südkorea oder China sein. Auch die immer lauter werdenden Warnungen traditioneller Finanzvertreter und manch Branchenbeobachter stellen sicher ein ziemlich hohes Risiko für ein solches Bankhaus dar.

Kryptowährungen im Sinkflug: Risiken für Bitcoin-Bank

Zuletzt hatte Novogratz seinen Enthusiasmus in Sachen Bitcoin und Co. etwas zügeln müssen. Ein von dem Kryptofan vorhergesagter Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 40.000 Dollar bis zum Ende des Jahres 2017 war ausgeblieben. Stattdessen gab es nach dem Rekordhoch von knapp 20.000 Dollar einen heftigen Kursrutsch, von dem sich der Bitcoin bis jetzt noch nicht erholt hat. Aus diesem Grund war auch ein von Novogratz geplanter Krypto-Hedgefonds im Dezember gescheitert, bei dem er 500 Millionen Dollar einsammeln wollte. Ob die Bank ein Erfolg wird, muss sich also erst weisen.

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