Reportage

Schulbank für Manager: Ist Digitalisierung lernbar?

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Das Thema Digitalisierung ist ihrer Ansicht nach noch zu sehr mit Angst besetzt. „Die Leute fürchten sich davor, ihren Job zu verlieren – oder ihr Gesicht.“ Deswegen sei es notwendig, dass auch eine Führungskraft mal sage, dass sie noch nicht genau wisse, welche Richtung die richtige sei. „Die Digitalisierung würde richtig an Fahrt aufnehmen, wenn wir endlich mal alle zugeben würde, dass wir alle keine Ahnung haben“, so die Good-School-Gründerin.

Wie sehr das Thema bewegt, verdeutlicht eine Podiumsdiskussion am Donnerstagabend. Aus den Stuhlreihen im Bootshaus ist ein Halbkreis geworden, auf der kleinen Theke stehen Burger und frittiertes Gemüse, auch Bier und Hugo werden ausgeschenkt. Vorne sitzen drei Gründer, Anna-Lisa Menck von Blinkist, Julian Vester von Elbdudler und Organisationsberater Sven Franke. Das etwas weitläufige Thema auf dem Papier: New Work. In der Diskussion selbst geht es dann aber viel mehr um Führungskultur als um neue Arbeitsweisen.

„Ohne Leadership geht es nicht.“

Blinkist und Elbdudler zählen zu der Generation von Startups, die sich mit Führung im digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Beide versuchen, möglichst wenige Hierarchien einzuziehen. Und beide müssen immer mal wieder Anpassungen machen. Anna-Lisa berichtet von dem Holacracy-Experiment in ihrem Unternehmen. Bei der Führungsmethode soll es quasi keine Chefs geben, sondern nur gleichwertige Mitarbeiter, die alles gemeinsam entscheiden. Doch das Experiment funktionierte nicht – es brauchte doch etwas Orientierung. Schließlich bricht es aus Axel aus dem Publikum heraus: „Ohne Leadership geht es nicht“, sagt er. „Man muss irgendwem folgen können.“

Genau wie bei der Digitalisierung: Nur wenn es einen Plan gibt, können die Mitarbeiter eines Unternehmens ihn auch umsetzen.

Mehr zum Thema:

Das nächste „Update Digital“ findet vom 07. bis 09. November 2018 in Hamburg statt. 

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