Marketing

AdSense Direct: Google beginnt, Mittelsmänner des Werbemarktes auszuschließen

AdSense Direct. (Screenshot: YouTube)

In den USA ermöglicht Google kleinen Publishern jetzt den direkten Verkauf von Werbeplätzen über die AdSense-Plattform. Das Produkt nennt der Konzern AdSense Direct. Es soll in den kommenden Monaten auch in weiteren Ländern starten.

Google: AdSense Direct erlaubt direkte Werbedeals zwischen Publishern und Werbetreibenden. (Screenshot: YouTube)

Google: AdSense Direct erlaubt direkte Werbedeals zwischen Publishern und Werbetreibenden. (Screenshot: YouTube)

AdSense Direct: Google ermöglicht direkten Verkauf von Werbung

Bisher funktionierte AdSense Direct jedoch können Seitenbetreiber direkt Werbedeals mit Anbietern aushandeln.

Werbetreibende müssen nicht über einen AdWords-Account verfügen, um einen Deal mit einem Seitenbetreiber auszuhandeln. Hat sich ein Publisher mit dem Werbetreibenden auf einen Preis geeinigt, trägt er die Daten in AdSense ein und bekommt einen Link für den Werbetreibenden generiert. Über diesen Link kann der wiederum seine Werbung hochladen und die Zahlung direkt über Google Wallet durchführen. Anschließend muss der Seitenanbieter nur noch die Werbung freischalten, sie wird dann für einen festgelegten Zeitraum anstelle der üblichen AdSense-Anzeigen auf der Seite angezeigt.

AdSense Direct: Google kassiert 15 Prozent

Nach Beendigung der vereinbarten Laufzeit wird die Werbung automatisch wieder durch reguläre AdSense-Anzeigen ersetzt, zumindest wenn kein neuer Deal ansteht. Werbeanzeigen über AdSense-Direct können maximal für 90 Tage geschaltet werden. Von jedem über die Plattform abgewickelten Werbedeal kassiert Google 15 Prozent der Einnahmen, eine marktüblicher Wert. Als Anbieter wiederum erspart man sich die Erstellung einer Rechnung, da der gesamte Prozess über Google abgewickelt wird. Für halbwegs erfolgreiche Seiten dürften die potenziellen Einnahmen durch direkte Werbung immer höher sein, als durch reguläre AdSense-Anzeigen.

Das System gibt es vorerst nur in den Vereinigten Staaten, Google hofft aber, die Funktion in den kommenden Monaten auch in weiteren Ländern auszurollen. Der Konzern konkurriert mit dem neuen Produkt mit den bisherigen Mittelsmännern und könnte damit Erfolg haben. Für größere Publisher empfiehlt der Konzern aber nach wie vor sein Programm „DoubleClick for Publishers“. Weitere Tipps zum Thema liefert unser Artikel „20 Google-Tools und -Tipps fürs Online-Marketing“.

via techcrunch.com

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3 Kommentare
Dax
Dax

Habe erst gedacht, dass damit eine Plattform gemeint ist, auf der Advertiser gezielt Werbung auf teilnehmenden Publisher-Seiten buchen können.
Aber so ist es ein absolut überflüssiger Dienst. Jeder Publisher kann (kostenlos) einen AdServer laufen lassen um Werbung von Direktkunden ausliefern zu können. Dann kann man sich die 15% auch sparen. Und der Zahlungsverkehr wird halt direkt abgewickelt.

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Daniel
Daniel

@Dax: Und wer handelt das Produktmanagement, Verkauf, Abrechnung und Prokurment? Wahrscheinlich die gleichen kostenlosen Mitarbeiter, die AdOperations machen.

Stimmt, dann kann man das günstiger lösen.

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Bastian

Wenn Adsense Direct auch in Deutschland an den start geht, wird es wohl eine große Konkurrenz zu den momentanen Direktvermarktungs-Plattformen darstellen.

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