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Google Allo und Duo: Intelligenter Messenger und Facetime-Konkurrent vorgestellt

Google hat auf seiner Hausmesse einen neuen Messenger namens Allo und eine Videotelefonie-App namens Duo vorgestellt. Allo soll vor allem durch seine Intelligenz überzeugen. Der Messenger hat einen virtuellen Assistenten integriert, der über die Zeit immer mehr lernt und automatische Textvorschläge anbietet.

Virtuelle Assistenten waren definitiv das Highlight von Googles Eröffnungs-Keynote auf der Entwicklermesse I/O 2016. Google integriert seinen intelligenten Assistenten auf Basis von AI und Machine Learning, den man bisher nur aus „Google Now“ kannte, in Zukunft auch in viele andere Produkte. Eines dieser Produkte wird neben der Alexa-Konkurrenz Google Home ein neuer Messenger namens „Allo“ sein.

Googles Allo kann sämtliche Inhalte aus der Google-Suche bzw. dem Knowledge Graph im Chatverlauf anzeigen. (Quelle: google.com)
Googles Allo kann sämtliche Inhalte aus der Google-Suche beziehungsweise dem Knowledge Graph im Chatverlauf anzeigen. (Bild: Google)

Allo ist ein Messenger für Einzel- und Gruppenchats und soll auf Android- und iOS-Geräten laufen. Ob es auch einen Web- oder Desktop-Client gibt, hat Google noch nicht verraten. Ebenfalls hat Google nicht verraten, wie und ob Allo überhaupt mit dem bisherigen Messenger Hangouts integriert werden kann beziehungsweise ob Allo später sogar Hangouts ersetzen soll.

Google Allo sieht dem Facebook Messenger sehr ähnlich und ist ebenfalls an die Telefonnummer gekoppelt. (Screenshot: youtube.com)
Google Allo sieht dem Facebook Messenger sehr ähnlich und ist ebenfalls an die Telefonnummer gekoppelt. (Screenshot: youtube.com)

Allo: Der Google-Assistent ist automatisch in jede Unterhaltung integriert

Allo gleicht in vielen Punkten dem Facebook Messenger, zum Beispiel bei der Bindung an die eigene Telefonnummer. Das Augenmerk bei Allo liegt allerdings auf intelligenten Funktionen. Allo analysiert den Nachrichtenverlauf ständig und bietet stets Vorschläge für schnelle Textantworten an. Diese passen sich über die Zeit auch dem Sprachstil des Benutzers und dem Inhalt der Konversation an. Antwortet der Nutzer auf Fragen des Gegenübers zum Beispiel oft mit einem Daumen-Nach-Oben-Emoji oder dem Wort „Okay“, dann werden diese Optionen unter den Schnellantworten auftgeführt.

Allo bietet stets passende Schnellantworten an. (Screenshot: youtube.com)
Allo bietet stets passende Schnellantworten an. (Screenshot: youtube.com)

Allo erkennt den Inhalt von verschickten Fotos

Der Google-Assistent in Allo analysiert außerdem auch verschickte Fotos und kann Objekte darin erkennen. Google zeigte dass Allo ein Bild von einem Berner Sennenhund erkennen kann und als Schnellantwort anschließend „Schöner Berner Sennenhund!“ anbietet. Der Google-Assistent ist automatisch in jeder Konversation integriert, egal ob es sich um einen Einzel- oder Gruppenchat handelt. Er kann aber auch separat in einem privaten Chat angesprochen werden. Der Assistent kann sämtliche Inhalte aus dem Knowledge-Graph beziehungsweise der Google-Suche in den Chat integrieren: Spielzeiten von Filmen, YouTube-Videos, Kurzbiografien und Infos aus Wikipedia.

Allo liest alle Nachrichten – Inkognito-Chat für mehr Privatsphäre

Wer sich nach mehr Privatsphäre sehnt und nicht möchte, dass die Nachrichten von der AI durchsucht werden, der kann einen Inkognito-Chat starten. Analog zum Chrome-Browser werden Inkognito-Sessions nicht gespeichert und verfügen über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Open Whisper Systems (die gleiche Verschlüsselung die inzwischen auch bei WhatsApp zum Einsatz kommt). „Normale“ Chats in Allo werden nur auf der Übertragungsstrecke vom beziehungsweise zum Server verschlüsselt, schließlich muss Google ja den Inhalte durchsuchen – eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist also nicht möglich.

Google Allo erkennt Bildinhalte und bietet passende Schnellantworten an. (Screenshot: youtube.com)
Google Allo erkennt Bildinhalte und bietet passende Schnellantworten an. (Screenshot: youtube.com)

Duo: Videotelefonie-App zeigt Anrufer schon vor dem Annehmen des Gesprächs

Als Begleit-App für Allo zeigte Google außerdem das entsprechende Videotelefonie-Pendant namens Duo. Die App basiert auf dem WebRTC-Standard, der in vielen browserbasierten Videotelefonie-Lösungen zum Einsatz kommt. Duo soll auch bei schlechter Verbindung noch eine gute Bildqualität bieten. Als besonderes Feature zeigt Duo schon vor dem Annehmen des Gesprächs ein Live-Bilder des Anrufers an. Damit sollen Nutzer schon vor dem Annehmen des Gesprächs wissen, worum es geht, wo sich der Anrufer befindet oder in welcher Stimmung er ist. Nach diesen Kriterien kann der Angerufene dann enstcheiden, ob er das Gespräch gerade annehmen möchte oder nicht.

Beide Apps sollen noch im Sommer 2016 erscheinen. Wer sich einen besseren Eindruck der Apps verschaffen möchte, sollte bei den Kollegen von The Verge vorbeischauen, die bereits mit den Apps spielen konnten.

Google Allo
Google Allo
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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