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Google Analytics: Genauere Analysen und Vergleiche dank Content-Grouping

Content-Grouping in Google-Analytics. (© Stauke – Fotolia.com)

Webmaster können die eigene Website mit Google Analytics in logische Einheiten gliedern und so detaillierte Analysen durchführen. Während das bis vor einigen Monaten nur über „Erweiterte Segmente“ möglich war, erklären wir euch hiermit die heutzutage angebrachte Lösung: das sogenannte Content-Grouping.

Die Analyse der eigenen Website bietet Webmastern interessante Einblicke in das Verhalten der Besucher, ihre Vorlieben und Bedürfnisse. Besonders interessant wird das im Hinblick auf die Performance verschiedener Produkt- oder Artikelkategorien. Der Betreiber eines Mode-Shops erfährt dadurch beispielsweise, welche Produktkategorien besonders viel Umsatz aus bestimmten Werbemitteln generieren oder besonders viele Besucher aus Suchmaschinen beziehen.

Zur Unterteilung dieser logischen Einheiten bietet Google Analytics seit einiger Zeit das sogenannte „Content-Grouping“. Es bietet Nutzern die Möglichkeit, einzelne Bestandteile der eigenen Website ohne Einsatz der „Erweiterten Segmente“ dauerhaft zu gruppieren. Unter dem Reiter „Verhalten“ lassen sich die einmalig definierten Gruppen anschließend für genauere Analysen einsehen.

Content-Grouping am Beispiel des Modeshops Zalando

Keine Anleitung ohne konkretes Beispiel, nehmen wir hierfür also den Modeshop Zalando. Er verfügt aufgrund seine Größe über eine komplexe Struktur, bestehend aus unzähligen Kategorien und Unterkategorien. Allein der Bereich „Schuhe“ bietet Nutzern unzählige Filter, darunter Kategorien („Sneaker“, „Pumps“ und so weiter), Marken („adidas“, „Lacoste“ und so weiter) und Obermaterialien („Baumwolle“, Kunststoff“ und so weiter). Konzentrieren wir uns in diesem Beispiel am besten auf den Bereich „Schuhe“.

Content-Grouping: Ein top Feature, vor allem für Online-Shops. (Screenshot: zalando.de)

Content-Grouping: Ein top Feature, vor allem für Online-Shops. (Screenshot: zalando.de)

Das Anlegen der Gruppen erfolgt über „Verwalten“ und „Gruppierung nach Content“. Hier können Webmaster zwischen drei Methoden wählen, die sich beliebig kombinieren lassen. Zu beachten ist nur, dass Analytics nur fünf Gruppen erster Ordnung erlaubt. Sie können Nutzer erst im nächsten Schritt in beliebig viele Gruppen zweiter Ordnung unterteilen.

  1. Tracking-Snippet: Über das Anpassen des Tracking-Snippets können Webmaster einzelne Unterseiten ganz gezielt bestimmten Content-Gruppen zuordnen. Sie müssen hierfür nur eine eindeutige Indexnummer sowie einen Gruppennamen hinterlegen, heißt es auf GAnalyticsblog.de. Die Syntax hierfür lautet in Universal Analytics ga(‘set’, ‘contentGroup5′, ‘Gruppenname’);, im alten Analytics gaq.push(['setPageGroup', 'Indexnummer', 'Gruppenname']);. Zalando könnte hierüber beispielsweise zunächst die Kategorie „Schuhe“ bilden und diese anschließend in weitere Unterkategorien unterteilen, etwa „Sneaker“, „Pumps“ und „High Heels“.
  2. Reguläre Ausdrücke: Auch über reguläre Ausdrücke könnte Zalando die eigene Website gruppieren. Die Oberkategorie Schuhe inklusive der Unterkategorien Damen-, Herren und Kinderschuhe ließe sich beispielsweise mit der folgenden Angabe erfassen: ^/(schuhe|damenschuhe|herrenschuhe|kinderschuhe)
  3. Regelsätze: Mithilfe von Regelsätzen können Webmaster konkrete Voraussetzungen einer Gruppierung festlegen. So muss die Gruppe „Schuhe“ auf Zalando.de in der URL ein „/schuhe/“ enthalten. Parallel dazu gäbe es in der Kategorie „Herren“ vielleicht die Unterkategorie „Herrenschuhe“, die man mithilfe eines „/herrenschuhe/“ in der URL per Regelsatz definieren könnte.

Wie oben schon erwähnt, lassen sich die drei Methoden bei der Gruppierung kombinieren. Die Kategorie „Schuhe“ könnte Zalando also über Snippets und dessen Unterkategorien über Reguläre Ausdrücke definieren.

Content-Gruppen in Google Analytics

Nutzer können die zuvor definierten Gruppen standardmäßig unter „Verhalten“ > „Website-Content“ als Reiter unter „Gruppierung nach Content“ anwählen. Die Auswahl einer der angegebenen Kategorien (beispielsweise „Schuhe“) führt direkt zu den hinterlegten Unterkategorien (beispielsweise „Sneaker“). Ob sich dieses Vorgehen für einen Onlineshop wie Zalando lohnt, sei mal dahin gestellt. Die Analysten des Unternehmens hätten mit maximal fünf Gruppen wohl ohnehin ihre Probleme. Profitieren können aber in jedem Fall die Betreiber kleinerer Online-Shops und News-Seiten.

In diesem Sinne: Happy Grouping!

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