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Android Pay: Google verknüpft den Assistant mit der Geldbörse des Kunden

Anlässlich der Entwicklerkonferenz I/O hat Google eineige spannende Features für seine Zahlungsdienste angekündigt. (Bild: LDprod/ Shutterstock)

Android Pay kommt mit neuen Features, die Nutzern das einfache Übertragen von Geldbeträgen an Freunde ermöglichen sollen. Unterdessen geht das Rätselraten um den Start in Deutschland weiter.

Angesichts der zahlreichen Ankündigungen auf Googles Entwicklerkonferenz I/O gingen die Veränderungen für die Payment-Lösungen fast unter: Das Unternehmen hat Änderungen an der API vorgenommen, die es Endkunden leichter machen soll, verschiedene Bezahlsysteme nebeneinander beim mobilen Bezahlen zu kombinieren oder für Waren und Dienstleistungen per App oder Web zu bezahlen, wenn die Karten im Google-Konto hinterlegt sind.

Per Android Pay Kleinbeträge an Freunde bezahlen

Neben Überweisungen an Shops sollen sich so auch Zahlungen an Einzelpersonen ausführen lassen. Entwickler können sich in einem Beta-Programm registrieren, um bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf die API zurückgreifen zu können. Enger werden soll auch die Vernetzung mit dem Google-Assistenten. So wird es mit einem einfachen Sprachbefehl möglich sein, begrenzte Beträge über eine hinterlegte Zahlungsfunktion an eigene Kontakte zu überweisen (etwa „Schicke 10 Euro an Peter wegen Geburtstagsgeschenk für Rainer“). Die Bestätigung erfolgt hierbei im Idealfall über den Fingerabdruckscanner.

Google ermöglicht Händlern Kundenbindung

Ein weiteres neues Angebot in der API richtet sich an Händler, die ihren treuesten Kunden etwas Gutes tun wollen: Mit der Card Linked Offer API können Händler Android Pay nutzen, um Kunden bereits anzusprechen, bevor sie das Geschäft betreten oder nachdem sie es verlassen haben. Ein erster Kunde ist die amerikanische Food-Kette Panera Bread, die diese Funktionalität bei den Kunden einsetzt, die über eine MyPanera-Kundenkarte verfügen. Diese sollen Sonderangebote zugespielt bekommen, wenn sie sich in der Nähe eines Geschäfts befinden.

Android Pay ermöglicht vereinfachtes Bezahlen über hinterlegte Kreditkarten. (Screenshot: Google)

Bislang ist Android Pay in zehn Ländern verfügbar und Google verkündete Brasilien, Kanada, Russland, Spanien und Taiwan als neue Märkte. Auch wolle man eine einfachere Anbindung an Paypal-Nutzer eröffnen. Dass Deutschland hier noch nicht dabei ist, verwundert: Schließlich war bei Google in vergleichbaren Fällen Deutschland oft vor anderen europäischen Märkten am Start. Gerade im Zahlungsverkehr verfügt Deutschland im internationalen Vergleich über eine gut ausgebildete, nicht zu stark differenzierte Landschaft an Dienstleistern. Andererseits ist Google auch noch nicht wirklich in Zugzwang. Das dürfte sich ändern, wenn Apple Pay endlich den deutschen Markt anvisiert.

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