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Google baut eigenen Adblocker – und startet Nutzer-Abo zum Freikauf von Ads

Google veröffentlicht eigenen Adblocker und das Contributor-Programm. (Foto: Shutterstock-Nuttapol Sn)

Google mischt in Zukunft an der Adblock-Front mit. Geplant ist ein eigener Adblocker für Chrome und ein Abo-Programm für Nutzer zum Freikauf von Ads.

Contributor: Google startet Abo-Programm für Nutzer zum Freikauf von Ads

Google-Contributor: Nutzer können Werbung gegen Zahlung ausblenden lassen. (Screenshot: Google)

Das ist mal eine Ansage: Google startet ein Abo-Programm für Privatnutzer zum Freikauf von Adsense-Bannern. Dafür müssen Interessierte einen sogenannten „Contributor“-Pass über ihr Google-Profil beantragen, um Anzeigen von teilnehmenden Websites zu entfernen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Nutzer zahlen einen Geldbetrag auf ihr Konto ein und Google zieht sich daraus einen Teil, sobald auf einer Webseite gesurft wird. Dieser Betrag wird dann auf alle beteiligten Unternehmen verteilt. Google behält zehn Prozent. Die Webseitenbetreiber können selber festlegen, wie hoch der Betrag ist, den Google von dem Konto abbucht.

Das Unternehmen reagiert damit auf die steigenden Adblocker-Quoten, die aus Nutzersicht bezüglich manch penetranter Werbebanner hin und wieder gerechtfertigt scheinen, jedoch auf Unternehmensseite streckenweise zu großen finanziellen Einbußen führen. Nutzer, die auf Google-Anzeigen verzichten, sich jedoch gegenüber den Webseiten-Betreibern fair verhalten wollen, können somit bald auf eine Alternative zum bisherigen System ausweichen. Eine Alternative, die eigentlich niemanden mehr benachteiligen dürfte. Ob das Programm ankommt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Eigener Adblocker für Chrome kommt 2018

Derzeit ist die Liste der Unternehmen, die am Programm teilnehmen, noch überschaubar. Anscheinend hat Google sich keine großen Partner vorab ins Boot geholt. Das Contributor-Programm ist Teil des Adblocker-Projektes, das sich seit einigen Monaten ankündigt. Google integriert künftig einen eigenen Adblocker in die Mobile- und Desktop-Version seines Chrome Browsers. Er soll ab 2018, die von der „Coalition for Better Ads“ als störend definierten Werbeformate unterdrücken. Dazu gehören Full-Page-Interstitials, Flash-Ads und Anzeigen, die sofort mit Ton starten.

Zur „Coalition for Better Ads“ gehören Google, Facebook, Appnexus sowie die Verbände BVDW und IAB. Sie wollen bessere Online-Werbung schaffen und haben dafür untersucht, welche Desktop- und Mobile-Werbeformate vom Nutzer als störend wahrgenommen werden.

Alle nervigen Werbeformate laut Coalition for Better Ads
Desktop: Pop-up-Anzeigen mit und ohne Countdown. (Grafik: Coalition for Better Ads)

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via blog.google

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3 Reaktionen
Miss Peabody

Genau dieses Prinzip hat Flattr+, ein Zusammenschluss aus Adblock Plus und Flattr und wurde 2016 auf der re:publica vorgestellt.
Clever von Google, das Prinzip zu adaptieren. Die Leute sind nämlich langsam genervt von der Dauer-Werbung.

TheCinedreams

Lol habs in Opera schon eingebaut und muss dafür NICHT zahlen

Apfelschnitz

"Eine Alternative, die eigentlich niemanden mehr benachteiligen dürfte."

Was für ein herrlich unkritisches Fazit.

AdBlocker werden nicht nur eingesetzt um nervige Werbung auszublenden sondern auch um Datenschutz und Sicherheit signifikant zu erhöhen.

Zentralisierte Werbenetzwerke wie AdSense fördern:
- Ausbreitung von schadhafter Online-Werbung (Malvertising).
- Tracking der Nutzer über mehrere Webseiten hinweg. Dies wird für Google mit dem Adblocker ja dann noch einfacher. Aber hey, Datenreichtum ist ja auch voll hip!

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