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Die besten Chefs der Welt tun diese 10 Dinge – laut Google

Google-Chef Sundar Pichai weiß, was gute Führungskräfte ausmachen. (Foto: dpa)

Was macht eigentlich gute Führungskräfte aus? Dieser Frage ist Google im Project Oxygen nachgegangen. Zehn Verhaltensweisen wurden identifiziert.

Unternehmen können Unmengen an Geld für Recruiting und Employer-Branding ausgeben, doch sobald ein Vorgesetzter ein Idiot ist, verlassen die Mitarbeiter die Firma bei der ersten Chance, die sie bekommen. Das ist die bittere Wahrheit. Aber was muss eine Führungskraft können, um Vertrauen aufzubauen und Mitarbeiter dazu zu inspirieren, die besten Versionen ihrer selbst zu werden? Seit mehr als zehn Jahren hat Google unter dem Codenamen Project Oxygen erforscht, was die perfekte Führungskraft ausmacht.

10 Dinge, die gute Führungskräfte ausmachen

Google hat geforscht und zehn Verhaltensweisen guter Führungskräfte ausgemacht. (Foto: dpa)

1. Ist ein guter Trainer

Anstatt jedes Problem selbst zu lösen, nutzen die besten Führungskräfte die Herausforderungen als Unterrichtsmomente, so Google. Sich Zeit nehmen, das Problem gemeinsam identifizieren und nach Lösungsansätzen zu suchen, hilft den Mitarbeitern, auch künftig nach ähnlichen logischen Mustern zu denken. Gute Führungskräfte leiten ihre Teams und geben bei Bedarf tiefere Einblicke in die Sache an sich. So kann das Team wertvolle Erfahrungen sammeln und weiter wachsen.

2. Ermächtigt das Team und vermeidet Mikromanagement

Gute Manager und Managerinnen geben ihren Mitarbeitern die Freiheit, nach der sie sich sehnen: Freiheit, ihre Ideen zu erforschen, kluge Risiken einzugehen und auch Fehler zu machen. Sie stellen zudem die physischen Tools bereit, die ihre Mitarbeiter benötigen, und ermöglichen flexible Zeitpläne und Arbeitsumgebungen, heißt es vonseiten Googles. Das Ziel: Zum einen sollen Führungskräfte nicht in die Mühle übertriebener Detailorientierung geraten. Zum anderen sollen Mitarbeiter selbstständiger werden.

3. Schafft ein Umfeld, das Erfolg und Wohlbefinden vereint

Google glaubt, dass der Schlüssel zu guter Teamarbeit in der Schaffung einer „psychologisch sicheren“ Umgebung liegt. Mitarbeiter müssen davon ausgehen können, dass niemand im Team andere Kollegen in Verlegenheit bringt oder bestraft, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Andernfalls werden sie ihn nicht eingestehen oder versuchen sogar, ihn zu vertuschen. Eine Umgebung, die denunziert, führt dazu, das keine Fragen gestellt oder neue Ideen vorgelegt werden. Teams leben von Vertrauen – und gute Führungskräfte helfen, Vertrauen aufzubauen.

4. Ist produktiv und ergebnisorientiert

Die besten Manager und Managerinnen sind mehr als nur Alphatiere – sie verbessern auch ihre Teamkollegen. Sie tun das, indem sie das richtige Beispiel setzen und sich, wenn nötig, auch mal die Finger schmutzig machen. Sie haben keine Angst, die Ärmel hochzukrempeln und zu helfen – und das motiviert ihr Team. Anstatt also nur aus dem Glaseckbüro darauf hinzuwirken, dass Ziele erreicht werden, sei es von großer Bedeutung, auch selbst einmal eine Hierarchiestufe abzusteigen, und am operativen Geschäft teilzunehmen.

5. Ist ein guter Kommunikator, hört zu und teilt Informationen

Die besten Führungskräfte sind gute Zuhörer, sagt Google. Diese Fähigkeit hilft ihnen, ihre Teams besser zu verstehen und ein angemessenes Einfühlungsvermögen zu zeigen. Darüber hinaus erkennen gute Manager und Managerinnen, dass Wissen eben Macht ist. Deshalb sind sie transparent und bereit, wichtige Informationen mit ihren Teams zu teilen, damit die Mitarbeiter in der Lage sind, das Warum hinter dem Was zu erkennen. Nicht sei schlimmer als ein „Niemand versteht, was die da oben wollen“-Gefühl.

6. Unterstützt die Karriereentwicklung und gibt Feedback

Großartige Führungskräfte ermutigen ihre Mitarbeiter, indem sie aufrichtiges und spezifisches Lob aussprechen. Aber sie haben auch keine Angst davor, kritisches Feedback auf taktvolle und konstruktive Weise zu geben. Manager und Managerinnen investieren auch in ihre Mitarbeiter, indem sie ihnen helfen, ihre persönlichen Karriereziele zu erreichen. Auf diese Weise motivieren sie ihre Teams natürlich, auch etwas zurückzugeben. Dankbarkeit ist ein guter Motivator!

7. Hat eine klare Vision für das Team

Die perfekte Führungskraft weiß genau, an welchem Punkt sich das Team gerade befindet, wohin es sich bewegt und was es tun muss, um gesteckte Ziele zu erreichen. Durch transparente und motivierende Kommunikation halten Manager und Managerinnen das Team ständig auf Kurs. Sie stellen auch sicher, dass jedes Teammitglied die individuelle Rolle bei der Umsetzung der Vision und der damit im Zusammenhang stehenden Strategie versteht.

8. Verfügt über technische Fähigkeiten, um das Team zu beraten

Gute Manager und Managerinnen verstehen die Aufgaben ihrer Mitarbeiter, einschließlich ihrer alltäglichen To-dos und Herausforderungen. Wenn die Führungskraft in eine neue Abteilung versetzt wird, nimmt sie sich deshalb auch Zeit, sich über die Abläufe zu informieren und Vertrauen aufzubauen, bevor er oder sie drastische Änderungen vornimmt, Ratschläge erteilt oder neue Zielvereinbarungen durchgibt. Es sei von enormer Bedeutung, dass ein Vorgesetzter auch das Handwerk versteht und nicht nur die Zahlen liest.

9. Arbeitet effektiv zusammen

Schlechte Manager beziehungsweise Managerinnen sehen ihr Team als ein Silo, das gegen andere Teams innerhalb desselben Unternehmens arbeitet oder sie im schlimmsten Fall sogar sabotiert. Im Gegensatz dazu sehen gute Führungskräfte das große Ganze. Sie arbeiten für das Wohl des gesamten Unternehmens und ermutigen ihre Teams, dasselbe zu tun – auch wenn der Erfolg der Abteilung dann vergleichsweise geringer ausfällt. Einzelspieler seien in einer auf Kollaboration ausgelegten Unternehmenskultur toxisch.

10. Fürchtet keine Entscheidungen

Großartige Manager und Managerinnen sind nicht impulsiv, aber sie sind entscheidend. Nachdem sie die Fakten kennengelernt und die Gedanken und Perspektiven ihrer Teams bedacht haben, bewegen sie die Dinge vorwärts und verharren nicht in Stillstand – auch wenn das eine Entscheidung erfordert, die nicht jeder gutheißen wird. Wenn die Faktenlage ausreichend analysiert ist, handeln gute Führungskräfte, und sitzen Herausforderungen nicht einfach aus.

Sätze, die gute Führungskräfte nie sagen würden
Zusammenhalt im Team wird gestärkt, wenn man sich unterstützt. Kollegen im Stich zu lassen, ist dagegen pures Gift.

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Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Was macht schlechte Führungskräfte aus? Sechs Berufstätige erzählen, was sie Unmögliches bei Chefs und Chefinnen erlebt haben. Lies auch: Was macht einen schlechten Chef aus? 6 Menschen erzählen

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6 Kommentare
affekt

Sehr informativer Artikel. danke für das Teilen.

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Aslo
Aslo

Kling plausibel und nachvollziehbar. Quasi das Gegenteil vom typischen Wichtigtuer in Deutschen Büros.

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Bernd S.
Bernd S.

Ich bin der Überzeugung, dass sich viele schlechte Chefs in jedem dieser 10 Punkte wiederfinden werden. Insofern möchte ich den Nutzen des Artikels in Frage stellen.

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Penguin
Penguin

Viel davon ist Schwachsinn.
Die wichtigen Dinge sind Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit (natürlich entwededer basierend auf eigene Kenntnisse oder auf fähige Mitarbeiter, die man erkennen und einsetzen muss. ) Und Zu seinen Entschiedungen stehn. Oder flecxibel sein, um zu korrigieren.

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Stahliiiii
Stahliiiii

Dafür hat Google 10 Jahre geforscht. Das lässt sich in guten Büchern zu Führungspsychologie nachlesen.

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Juergen Koch

Wo ist der philosophische, kulturelle und wissenschaftliche Ansatz zu finden, denen insbesondere Großunternehmen unterliegen sollten? Wo liegt der interdisziplinäre Stand der Forschung bzgl. der neuen Technologien im Mainstreams? Wo werden neben materiellen auch ethische Werte berücksichtigt, denen wir natürlich alle unterliegen? Wo ist die soziale und gesellschaftliche Verantwortung und die Einhaltung demokratischer Prinzipien formuliert und wie wird sie gelebt?
„Ich denke, die größten Innovationen des 21. Jahrhunderts werden an der Schnittstelle von Biologie und Technologie stehen. Eine neue Ära beginnt.“ (Steve Jobs).
Die (heutigen) Geschäftsmodelle der Digitalisierung werden sich wohl zu Lebensmodellen (der Gesellschaft, Unternehmen und Institutionen) entwickeln, vorrangig aus evolutionären Phänomenen resultierend, und nachrangig aus revolutionären und disruptiven Mechanismen (dem heutigen Mainstream).

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