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Google nutzt KI, um aus Pixelmatsch erkennbare Bilder zu machen

(Bild: Google Brain)

Mit Hilfe von Google Brain haben Wissenschaftler vollbracht, was in vielen TV-Serien gang und gäbe ist: Aus Bildern, die aus nur wenigen Pixeln bestehen, erkennbares Bildmaterial zu gestalten. Enhance!

Google Brain: Aus Pixelmatsch erkennbares Bildmaterial erstellen ist fast möglich

Die Vergrößerung und Optimierung eines aus wenigen Pixeln bestehenden detailarmen Bildes in ein Foto, das ein erkennbares Konterfei zeigt, ist in vielen Science-Fiction- und Krimi-Serien ein beliebtes Hilfsmittel, um den Täter zu entlarven. In Wirklichkeit gibt es diese Methode noch nicht. Ein Google-Brain-Forscherteam ist derzeit aber nah dran, eine solche Methode zu entwickeln – mit Hilfe von Googles neuralem Netzwerk.

Die Entwicklung des höher auflösenden Bildes erfolgt der wissenschaftlichen Arbeit (PDF) zufolge  in zwei Schritten: Im ersten Schritt wird das verpixelte Bild über die KI mit ähnlich aussehenden, höher auflösenden Bildern verglichen oder „gemappt“, um eine grobe Idee zu erhalten, was sich auf dem Bild befinden könnte. Hierfür werden die höher auflösenden Bilder auf die gleiche Auflösung des Ausgangsbildes reduziert – dieser Prozess wird als „Conditioning“ bezeichnet.

Links das verpixelte Ausgangsmaterial, in der Mitte das errechnete Resultat und zur rechten das Original. (Bild: Google Brain)

Im zweiten Schritt wird über ein „Prior Network”, das auf PixelCNN basiert, das verpixelte Bild analysiert und anschließend versucht, basierend auf ähnlichen Bildern weitere Pixel und Details in das Bild zu integrieren und die Lücken zu füllen. Die beiden Resultate werden anschließend zu einem finalen Bild zusammengefügt.

Bildoptimierung per Google Brain. (Grafik Google Brain)

Google Brain: Bildoptimierung zwar nicht perfekt, dennoch beeindruckend

Die Resultate des Bildoptimierungs-Systems sind noch lange nicht perfekt, dennoch sind viele der Bilder, die mit Hilfe von Googles KI errechnet wurden, recht nah am Original. Es sei angemerkt, dass das Ergebnis eher eine Schätzung als die Wiedergabe des Originals darstellt, denn aus dem Nichts beziehungsweise acht mal acht Pixeln lässt sich (noch) kein hochauflösendes Bild zaubern – auch wenn es TV-Serien und Filmen so suggerieren.

Die Bildoptimierung ist also noch lange nicht dazu geeignet, bei der definitiven Erkennung von möglichen Tätern bei der Polizeiarbeit zu helfen. Das System ließe sich aber dafür nutzen, Vermutungen zu klären, ob eine bestimmte Person sich möglicherweise am Tatort aufgehalten hat.

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