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Google-Chef Pichai verspricht weniger Daten in der Cloud zu speichern

Google-CEO Sundar Pichai. (Foto: dpa)

Google-CEO Sundar Pichai entdeckt das Prinzip der Datensparsamkeit: Es sollen weniger Daten in der Cloud und mehr direkt auf den Geräten verarbeitet werden. Außerdem verspricht er mehr Nachvollziehbarkeit bei der KI für Menschen.

Laut Google-Chef Sundar Pichai  arbeitet der Konzern daran, mit weniger Datenverarbeitung auf seinen Servern auszukommen. „Zum Beispiel: Weil im Smartphone unsere Chips zum maschinellen Lernen besser werden, können wir immer mehr direkt auf dem Gerät erledigen und müssen weniger Informationen in die Cloud schicken“, sagte Google-Chef Sundar Pichai der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

So warne der Google-Webbrowser Chrome vor gefährlichen Seiten lokal. Die Liste potenziell gefährlicher Websites werde auf das Gerät geschickt, statt den Namen der Seite, die ein Nutzer gerade aufrufen will, zum Abgleich auf die Google-Server zu senden. Mehr Rechenarbeit auf dem Gerät zu erledigen, ist ein Ansatz, mit dem sich bisher Apple beim Datenschutz von Google abgrenzen wollte.

Google-Chef verspricht mehr Transparenz bei künstlicher Intelligenz

„Solange wir diese Erklärbarkeit nicht haben, können wir für diese Bereiche kein maschinelles Lernen einsetzen“

Außerdem will Google künstliche Intelligenz in wichtigen Bereichen erst dann einsetzen, wenn die Logik hinter ihren Entscheidungen den Menschen erklärt werden kann. „Heute funktionieren die modernen maschinellen Lernmodelle eher wie eine Blackbox. Daher arbeiten wir daran, die Erklärbarkeit für einige wichtigere Anwendungen zu verbessern“, sagte der Google-Chef. Als Beispiel nannte er Entscheidungen in der Medizin.

„Solange wir diese Erklärbarkeit nicht haben, können wir für diese Bereiche kein maschinelles Lernen einsetzen“, das sei die Position von Google, sagte Pichai. Die Computersysteme müssten dem Menschen untergeordnet sein. „Letztendlich sollten wir als Gesellschaft entscheiden, wie es funktionieren soll, und sicherstellen, dass unsere Systeme diese Regeln befolgen.“

Die Transparenz der Entscheidungen von Systemen auf Basis maschinellen Lernens und künstlicher Intelligenz ist eine der großen Sorgen mit Blick auf die Technologie. Ein oft genanntes Beispiel ist die Frage, wie sich ein selbstfahrendes Auto verhalten wird, wenn ein Unfall unvermeidlich ist, und es möglicherweise zwischen dem Wohl der Insassen und von Menschen auf der Straße wählen muss. sdr/dpa

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