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Google: Chrome 71 entfernt alle Werbeanzeigen auf Seiten mit irreführenden Inhalten

Chrome verschärft seinen Werbeblocker. (Foto: Footage Vector Photo / Shutterstock.com)

Google verschärft seinen Werbeblocker für Chrome. Auf betrügerischen Seiten soll Werbung komplett ausgesperrt werden.

Mit Chrome 64 brachte Google seinen eigenen Werbeblocker in den Browser, der sogenannte Bad Ads herausfiltert. Dazu gehören Werbung, die auf Websites mit missbräuchlicher Erfahrung weiterleitet, und besonders nervige Werbeformate.

Alle nervigen Werbeformate gemäß der „Coalition for Better Ads“
Desktop: Pop-up-Anzeigen mit und ohne Countdown. (Grafik: Coalition for Better Ads)

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Nach eigener Aussage seien diese Maßnahmen aber nicht weit genug gegangen. Mehr als die Hälfte solcher missbräuchlichen Seiten sei nicht erkannt worden. Die meisten von ihnen enthielten schädliche oder irreführende Werbung. Ab Dezember dieses Jahres sollen mit Chrome 71 alle Werbeanzeigen auf Seiten, die mit negativer Nutzererfahrung auffallen, blockiert werden – egal ob eine Anzeige gegen Googles Regeln verstößt oder nicht. Seitenbetreiber sind also stärker in der Pflicht, ihre Werbenetzwerke zu kontrollieren und für eine entsprechende Qualität zu sorgen.

Zum Weiterlesen: Gatekeeper und Werbepolizei – warum Google jetzt nervige Werbung blockiert

Was sind irreführende Inhalte für Google?

Als irreführend sieht Google alle Inhalte an, auf die eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Gefälschte Nachrichten: Anzeigen und Elemente, die Warnungen, Systemdialoge, Chats oder andere Benachrichtigungen imitieren, über die der Nutzer beim Anklicken zu einer Landingpage oder Anzeige weitergeleitet wird.
  • Unerwartete Klickbereiche: Üblicherweise nicht klickbare Seiteninhalte, über die der Nutzer zu einer Landingpage oder Anzeige weitergeleitet wird, wie etwa transparente Hintergründe oder nicht sichtbare Seitenelemente.
  • Irreführendes Websiteverhalten: Seitenfunktionen, die den Nutzer beim Anklicken auf Anzeigen oder Landingpages weiterleiten, wie Bildlaufleisten, Schließen- oder Weiter-Buttons und Wiedergabe-Schaltflächen.
  • Phishing: Anzeigen und Seitenelemente zum Diebstahl personenbezogener Daten.
  • Automatische Weiterleitungen
  • Mauszeiger: Elemente, die wie ein Mauszeiger aussehen und den Nutzer zu Interaktionen bewegen sollen.
  • Malware und unerwünschte Software: Anzeigen und Elemente, die Malware und unerwünschte Software bewerben, hosten oder darauf verweisen.

In der Google Search Console können Seitenbetreiber einen Bericht über irreführende Inhalte einsehen, um zu erkennen, ob ihre Seite ebenfalls solche enthält. Die Seitenbetreiber haben dann 30 Tage Zeit, diese Inhalte zu entfernen oder zu korrigieren.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
Phil

Na dann hoffe ich doch das ihr eure Werbung überarbeitet. Das hier trifft auf euch zu:

Unerwartete Klickbereiche: Üblicherweise nicht klickbare Seiteninhalte, über die der Nutzer zu einer Landingpage oder Anzeige weitergeleitet wird, wie etwa transparente Hintergründe oder nicht sichtbare Seitenelemente.

Antworten
Cornelia Dlugos

Hallo Phil,

danke für deine Rückmeldung. Leider lässt sich sowas im komplexen Setup aus Publisher, Vermarktern und Advertisern nicht immer komplett zu verhindern. Wir achten aber stark darauf, solche Vorkommnisse zu vermeiden, da wir unsere Leser natürlich nicht irreführen wollen. Wenn dir ein konkretes Beispiel einfällt, wende dich gerne an support@t3n.de, damit wir entsprechende Maßnahmen ergreifen können.

Viele Grüße aus dem t3n-Headquarter!

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