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Mehr Zeit zur Anpassung von Apps und Games: Chrome deaktiviert Autoplay-Sperre wieder

(Foto: Jeramey Lende / Shutterstock.com)

Dass Chrome den automatischen Start von Medieninhalten verhindert, hat bei einigen Apps und Web-Games zu Problemen geführt. Daher wird die Funktion zeitweise wieder deaktiviert. So sollen Entwickler mehr Zeit bekommen, ihre Apps anzupassen.

Automatisch startende Videos und Musik gehören vermutlich zu den nervigsten Aspekten des modernen Web. Im April 2018 hat Google daher eine Funktion in den Chrome-Browser integriert, die verhindert, dass Websites automatisch und ohne Zutun des Nutzers Töne abspielen. Der Schritt wurde von vielen Chrome-Nutzern begrüßt, hatte aber auch negative Auswirkungen. Einige Apps und Web-Games funktionierten aufgrund der Autoplay-Blockade schlicht nicht mehr wie gewünscht. Nachdem einige Entwickler ihren Unmut darüber gegenüber den Chrome-Entwicklern kundgetan haben, hat Google jetzt reagiert.

Ein aktuelles Update für Chrome Version 66 deaktiviert die Autoplay-Sperre wieder. Das soll allerdings nur eine vorübergehende Maßnahme sein. Laut Produktmanager John Pallett soll die Funktion mit der im Oktober 2018 erscheinenden Chrome-Version 70 wieder eingeführt werden. So sollen Entwickler mehr Zeit bekommen, ihre Apps an die neuen Autoplay-Richtlinien anzupassen. Die Auswirkungen der neuen Richtlinie, so Pallett, seien nicht sonderlich gut an Entwickler kommuniziert worden. Daher wolle das Chrome-Team ihnen jetzt mehr Zeit für Anpassungen geben.

Autoplay-Sperre in Chrome: Nicht alle Entwickler sind überzeugt

Auch wenn Google Web-Entwicklern jetzt etwas mehr Zeit einräumt, ihre Apps zu verändern, bleibt die Tatsache bestehen, dass nicht angepasste Web-Apps ab Oktober 2018 nicht mehr wie gedacht funktionieren werden. Daran stören sich nach wie vor einige Web-Entwickler. „Diese Veränderungen sind nicht im Geist des freien und offenen Web, da Google kontrolliert, welche Seiten betroffenen sind und welche nicht“, so der Spieleentwickler Benji Kay und fügt hinzu: „Diese Funktion macht einige der kreativsten, interessantesten, spaßigsten und aufregendsten Teile des Web kaputt.“

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