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Google Chrome feiert 10. Geburtstag mit neuem Design

In Chrome 69 sollen Nutzer schneller zu Suchergebnissen gelangen. (Bild: Google)

Google startete 2008 mit Chrome gegen die etablierte Konkurrenz wie den Internet-Explorer von Microsoft oder Mozillas Firefox durch. Jetzt bekommt der Open-Source-Webbrowser ein neues Design.

Zunächst als Betaversion kam Google Chrome vor zehn Jahren mit dem Anspruch auf den Markt, besser auf Apps aufzusetzen als die existierenden Browser. Mit übersichtlichem Design, höherer Geschwindigkeit und mehr Stabilität schaffte Chrome den Sprung zur Marktführerschaft – besonders in Verbindung mit dem starken Rückhalt durch den Google-Konzern.

Mittlerweile finden sich die vor einer Dekade marktführenden Browser Internet-Explorer/Edge sowie Firefox nur noch als Nischenprodukte wieder. Ein wichtiger Grund, warum sich Websites in Chrome schneller aufbauen, war die damals innovative Idee der getrennten „Sandboxen“. Jeder Tab startet dabei isoliert von den anderen, sodass im Regelfall der Absturz einer einzelnen Website die Sessions in den parallel geöffneten Tabs nicht beeinträchtigt. Die eigene V8-Javascript-Engine trug ebenfalls ihren Teil dazu bei, den Anforderungen des mobiler werdenden Internets zu begegnen.

Chrome 69: Neues Design als Geburtstagsgeschenk für zehn Jahre Google-Browser

Heute gilt Google Chrome nicht nur als Webbrowser, sondern als Plattform, die unter Windows, macOS, Linux und Android, aber auch iOS läuft. Ein größeres Redesign hat Google bei Chrome lange nicht mehr vorgenommen. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum kommt nun die umfangreich überarbeitete neue Oberfläche als Version 69. Für die Anwendung auf dem Desktop und den mobilen Endgeräten wird sich einiges ändern.

Der Chrome-Browser bekommt einen neuen Look. Rundere Formen, neue Symbole und eine neue Farbpalette hat Google der Desktop-, der Android- und der iOS-Version von Chrome verpasst. Vereinfacht wurden etwa die Eingabeaufforderungen, Menüs und die URLs in der Adressleiste. Das insgesamt übersichtlichere Design soll laut Google die Produktivität der Nutzer steigern. So werden Website-Icons besser erkennbar sein, was die Navigation mit vielen offenen Browsertabs erleichtern dürfte. Das mobile Browsen ist ebenfalls optimiert worden. Bei Chrome für iOS etwa wurde die Symbolleiste nach unten verschoben.

Das Chrome-Update umfasst auch den Umgang des Google-Browsers mit Nutzerpasswörtern. So sollen Passwörter, Adressen und Kreditkartennummern in Online-Formularen genauer ausgefüllt werden können, was die Dauer des Ausfüllvorgangs deutlich reduzieren soll. Die entsprechenden Informationen werden im Google-Konto des Nutzers gespeichert und können direkt über die Chrome-Symbolleiste abgerufen werden. Darüber hinaus generiert Chrome auf Nutzerwunsch jetzt neue und starke Passwörter, die anschließend plattformübergreifend zur Verfügung stehen.

Google: In Chrome 69 sollen Nutzer schneller zu Suchergebnissen gelangen

Eine Neuerung hat Google auch für Fans der sogenannten Omnibox parat, also dem Kästchen, das eine Mischung aus Suchleiste und Adressleiste ist. Mit Chrome 69 sollen Nutzer noch schneller zu den gewünschten Suchergebnissen gelangen, verspricht Google. Antworten – von Rich-Results über das lokale Wetter bis zu Übersetzungen – werden jetzt direkt in der Adressleiste angezeigt. Das Öffnen eines neuen Tabs soll künftig nicht mehr notwendig sein. Bald sollen Nutzer in der Omnibox auch direkt nach Drive-Dateien suchen können.

Ebenfalls ein Fall für die Ombibox: Ist eine gesuchte Website in einem Tab schon geöffnet, kann über die neue Funktion „Switch to tab“ direkt dorthin gesprungen werden. Zudem können Nutzer Chrome noch einfacher personalisieren. Über die „Neuer-Tab“-Seite können Chrome-Nutzer nach dem Redesign direkt Shortcuts zu den eigenen Lieblingswebsites erstellen und verwalten.

Hinter den Kulissen hat Google bei Chrome schon in den vergangenen Monaten eine Reihe von Änderungen vorgenommen. So wurden zum besseren Schutz der Nutzer ein Werbeblocker und die Site-Isolation eingeführt und VR- und AR-Browsing etabliert. Künftig könnten Start- und Latenzzeit, Speicherverbrauch sowie Benutzerfreundlichkeit von Chrome noch gesteigert werden, entsprechende Experimente führt Google derzeit eigenen Angaben nach durch. Für Entwickler stellt Google Updates wie CSS-Features oder verbesserte Performance-Tracking-Möglichkeiten bereit.

Suchmaschinen: Es muss nicht immer Google sein
Wenn eine Suchmaschine von den PRISM-Enthüllungen profitieren konnte, dann ist es Duckduckgo. Noch immer gehen die Nutzerzahlen der US-amerikanischen Suchmaschine stark nach oben. Das liegt an dem Versprechen des Anbieters, keinerlei Nutzerdaten anzusammeln. Über Duckduckgo könnt ihr nicht nur nach Websites suchen, sondern auch nach Bildern und Videos im Internet fahnden. (Screenshot: Duckduckgo/t3n.de)

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Wie beim Internet-Explorer früher wird jetzt die Marktmacht von Google-Chrome regelmäßig kritisiert. Doch wie Nutzer auch die Möglichkeit haben, andere Suchmaschinen als Google zu nutzen, lässt sich Google Chrome durch Verwendung der Alternativen Edge, Firefox oder Opera vermeiden.

Mitarbeit: Katja Kupka

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