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Google vs. Fake-News: Suchergebnisse und Nachrichten werden jetzt Faktencheck unterzogen

(Grafik: Shutterstock)

Google bindet Faktenchecks jetzt nicht nur in den Nachrichten, sondern auch den Suchergebnissen ein. Wir verraten, was das für Nutzer und Publisher bedeutet.

Im Kampf gegen „alternative Wahrheiten“: Google bindet Faktencheck auch in die Suchergebnisse ein

Die mutwillige Verbreitung von Falschmeldungen im Internet, zu Neudeutsch auch „Fake-News“ genannt, rückte im Verlauf des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in den Fokus der Öffentlichkeit. Um nicht als Mitschuldiger dieser Entwicklung zu gelten, stellte Google im Oktober 2016 erstmals ein System vor, um Nachrichten mit einem Faktencheck zu versehen. Das System wurde ursprünglich nur in ausgewählten Ländern getestet und war auf die Nachrichtensuche beschränkt. Jetzt hat der Konzern angekündigt, die Faktencheck-Hinweise weltweit und auch für die regulären Suchergebnisse auszurollen.

So bindet Google den Faktencheck in die mobile Suche ein. (Grafik: Google)

Der eigentliche Faktencheck, also die Überprüfung des Wahrheitsgehalts einer Nachricht, wird allerdings nicht von Google selbst durchgeführt. Stattdessen aggregiert die Suchmaschine lediglich durchgeführte Faktenchecks aus dem Netz und platziert sie gut sichtbar unterhalb des jeweiligen Suchergebnisses. „Wir glauben, dass Menschen es einfacher haben werden, diese Faktenchecks nachzuprüfen und zu beurteilen, um sich so eine fundierte Meinung zu bilden“, erklärt Google den Schritt.

So werden Publisher zu Faktencheckern auf Google

Wer grundsätzlich als Faktenchecker von Google zugelassen wird, entscheidet der Konzern mit einem speziellen Algorithmus. Der soll sicherstellen, dass der Publisher über die notwendige Autorität verfügt. Wie genau dieser Prozess funktioniert, bleibt daher aber leider etwas diffus. In einem zweiten Schritt müssen diese Publisher Google dann über einen entsprechenden Code mitteilen, dass es sich bei einem Beitrag um einen Faktencheck handelt.

Publisher müssen Google per Schema-Markup auf ihre Faktenchecks hinweisen. (Grafik: Google)

Dazu müssen Online-Verleger das zu diesen Zweck erstellte Schema-Markup namens ClaimReview verwenden. Eine Anleitung zum Einbau des Codes hat Google auf seiner Entwicklerseite veröffentlicht. Alternativ dazu können Publisher auch das Share-the-Facts-Widget einsetzen, das bereits über die entsprechende Schema-Ausweisung verfügt.

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