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Google führt für AMP-Seiten Support von individuellem JavaScript-Code ein

Mit "amp-script" hat Google für AMP-Webseiten den Support von individuellem JavaScript-Code eingeführt (Foto: Shutterstock)

Google hat mit „amp-script“ den Support von individuellem JavaScript-Code für AMP-Webseiten eingeführt. Es gibt jedoch Einschränkungen.

Über das von Google ins Leben gerufene Open Source Framework „AMP“ erstellte Webseiten lassen sich ab sofort mit individuellem JavaScript-Code anreichern und dadurch interaktiver gestalten. Möglich macht das die Komponente „amp-script“, wie aus einem Blogartikel und einem Tweet hervorgeht.

https://twitter.com/AMPhtml/status/1164245170868641794

JavaScript macht AMP-Seiten interaktiver

Bislang galt für AMP-Webseiten die Einschränkung, dass sich individueller JavaScript-Code nur in wenigen Ausnahmen bzw. nur über Umwege wie IFrames einbinden ließ. Die Ladezeiten von AMP-Seiten waren zwar deutlich kürzer als die der regulären Webseiten, durch den fehlenden JavaScript-Support waren sie auf der anderen Seite aber auch hinsichtlich der Möglichkeiten begrenzt und längst nicht so interaktiv.

Diese Begrenzung gehört ab sofort der Vergangenheit an, denn Entwickler können individuellen JavaScript-Code ab sofort über amp-script einbinden. Dadurch lassen sich unter anderem JavaScript-gestützte Passwortprüfungen, mehrseitige Formulare und weitere Komponenten mit Nutzerinteraktionen nun auch auf AMP-Seiten abbilden. Die Komponente wird in einem separaten Worker Thread ausgeführt und soll so trotz eingebundenem JavaScript-Code weiterhin gewohnt kurze Ladezeiten gewährleisten.

Einschränkungen von amp-script

So erfreulich die Meldung für Entwickler sein dürfte, einige Einschränkungen gibt es weiterhin. Sollen sich Seiteninhalte mithilfe der neuen Komponente ändern, erfordert dies Interaktionen des Nutzers. So soll ein unerwartetes Springen oder Verschieben von Inhalten, das „Content Jumping“, vermieden werden. Diese Abhängigkeit von Nutzerinteraktionen führt dazu, dass sich beim Laden der Seite keine Seiteninhalte ändern lassen. Eine weitere Einschränkung beim Einbinden von individuellem JavaScript-Code über amp-script liegt in der Größe des Codes. Sie ist auf maximal 150 Kilobytes festgelegt.

Die neue Komponente soll noch längst nicht alle DOM-Methoden und –properties unterstützen und nicht alle APIs sollen sich aus dem amp-script heraus ansprechen lassen. Gängige JavaScript-Frameworks wie unter anderem React, Preact oder Angular sollen zur neuen AMP-Komponente kompatibel sein. Wie du amp-script nutzen kannst, erfährst du in der offiziellen AMP-Dokumentation.

Sicherheitsaspekte verhindern JavaScript für AMP for E-Mail

Googles AMP-Projekt hatte die Änderung im April über Twitter angekündigt und damit laut eigener Aussage auf eine der „wichtigsten Anfragen von Entwicklern, die AMP verwenden“ reagiert.

https://twitter.com/AMPhtml/status/1116378847937613824

Der Ankündigung erhielt auf Twitter größtenteils positive Resonanz, führte jedoch auch zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen. So äußerte der Twitter-User Liam Thorpe-Young, dass mit der Einführung des JavaScript-Supports und der Kombination mit AMP für E-Mails, die Erfahrungen für die User durch die neuen Möglichkeiten interessant sein dürften. Das AMP-Projekt antwortete daraufhin, dass die Unterstützung von amp-script für E-Mails aus Gründen der Sicherheit niemals kommen wird. Was das im Detail bedeutet, wurde nicht erläutert.

https://twitter.com/AMPhtml/status/1116477145847435265

Über Googles AMP-Projekt

Google hatte das AMP-Projekt 2015 angekündigt und 2016 damit begonnen, auf mobilen Endgeräten AMP-Webseiten in den Ergebnissen der eigenen Suchmaschine anzuzeigen. Ursprünglich lag der Fokus von AMP auf den mobilen Webseiten, später kamen weitere Einsatzmöglichkeiten wie AMP für Stories, E-Mails oder Ads hinzu.

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