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Google Glass ist wieder da – diesmal mit KI

(Foto: Google)

Nachdem die Datenbrille auf dem Massenmarkt gefloppt war, soll sie jetzt für die Industrie wiederbelebt werden. Künstliche Intelligenz aus der Cloud soll ihr dabei helfen.

Vergangenen Dienstag, bei einer Konferenz in San Francisco, präsentierte die israelische Software-Firma Plataine ihre neue App für Google Glass. Wie das Magazin Wired berichtete, wollen Plataine und Google mit Brille und App nicht mehr den Massenmarkt erobern, sondern erstmal die Fabriketagen.

Dank der neuen App soll die Brille jetzt auch über sprachgesteuerte künstliche Intelligenz verfügen, ähnlich wie Apples Sprachassistentin Siri, Microsofts Cortana oder Amazons Alexa.

Plataine präsentierte die App auf einer Konferenz für Googles Cloud-Computing, auf dem auch die neue App basiert. Plataines App greift auch auf Googles Cloud-AI-Service zurück.

„Sie ist wieder da!“

„Viele von euch erinnern sich bestimmt an Google Glass für den Verbraucher – sie ist wieder da!“, kündigte Jennifer Bennett, eine Direktorin von Google Cloud, die App laut dem Magazin Wired an. „Glass ist eine wirklich spannende Technologie für Unternehmen geworden.“

Anfang 2015 hatte Google den Verkauf der Datenbrille nach einem erfolglosen Jahr wieder eingestellt. Anat Karni von Plataine präsentierte auf der Bühne jedoch die „Google Glass Enterprise Edition“ und die Funktionen der App aus dem eigenen Hause: Auf Zuruf sollen App und Brille nun zum Beispiel einem Fabrikarbeiter helfen können, Materialien im Lager zu finden. Plataine arbeitet für die Entwicklung der Brille mit Googles Spracherkennungs-Service Dialogflow zusammen.

Bilderkennung soll in Google Glass integriert werden

Das Softwareunternehmen Plataine will dabei auch eine Bilderkennungssoftware in die Brille bringen, an der Plataine mit Boeing, Airbus und anderen Schwergewichten aus der Industrie arbeitet. Später, so Plataine Produktchef Anat Karni, soll auch der Bilderkennungs-Service aus der Google-Cloud, Auto-ML, in die App integriert werden.

Die erste Version von Google Glass war 2015 unter anderem daran gescheitert, dass viele Menschen es als sehr unangenehm empfanden, wenn ihr Gegenüber im Gespräch eine Datenbrille trug. Google hofft jetzt scheinbar darauf, dass die Datenbrille in der Fabrik eher akzeptiert wird als im Restaurant.

Google wäre aber nicht Google, wenn nicht auch in der Neuauflage der Google Glass ein Hauch 1984 mitschwingen würde: So sind Google und Plataine jetzt stolz darauf, dass dank Brille und neuer App die Fabrik-Chefs jederzeit sehen können, was ihre Mitarbeiter gerade sehen.

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