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Google handelt sich EU-Kartellbeschwerde von 41 Preisvergleichsportalen ein

Google hat sich wegen Google Shopping eine EU-Kartellbeschwerde von 41 Preisvergleichsportalen eingehandelt (Foto: Shutterstock).

41 Preisvergleichsportale haben bei der EU-Kommissarin für Wettbewerb Beschwerde gegen Google eingereicht. Der Vorwurf: Missbrauch der marktbeherrschenden Position.

Geizhals hat mit 40 anderen europäischen Preisvergleichsportalen bei der EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, Beschwerde gegen Google eingereicht. Das Unternehmen nutze mit Google Shopping seine marktbeherrschende Position aus, so der Vorwurf. Die letzte Beschwerde ist gerade einmal zwei Jahre her, wie unter anderem die Kronen Zeitung aus Österreich berichtet.

Google soll seinen Preisvergleich am besten positionieren

Trotz einer 2017 verhängten EU-Kartellstrafe soll Google weiterhin seine marktbeherrschende Position missbrauchen. Das Unternehmen soll seinen Preisvergleichsdienst Google Shopping bevorteilen und zum Nachteil der Preisvergleichsplattformen stets am besten platzieren. Dies führe dazu, dass nicht einmal fünf Prozent der Suchmaschinen-Nutzer auf den Angeboten der Preisvergleichsplattformen landen. Stattdessen werden sie direkt über Google Shopping zu den Shops der Händler weitergeleitet, wovon Google wiederum profitiere. Zu den Beschwerdeführern zählen neben Geizhals laut der Kronen Zeitung namhafte Plattformen wie unter anderem Idealo, Ladenzeile, billiger.de und Preis.de.

Google Shopping soll im Schnitt 13,7 Prozent teurer sein

„Google nutzt seine Monopol-Stellung im Suchmaschinen-Bereich gnadenlos aus“, kritisiert Markus Nigl, CEO der österreichischen Geizhals-Version. Nach seiner Ansicht gefährde die Praktik europaweit Tausende Arbeitsplätze. Sie führe dazu, dass der Druck auf die Preisvergleichsplattformen immens sei und der Konsument schlussendlich höhere Preise zahlt. Damit soll Nigel auf eine 2019 durchgeführte und nicht näher benannte Studie anspielen. Aus ihr soll hervorgehen, dass die Preise in Google Shopping im Schnitt 13,7 Prozent über denen der Preisvergleichsplattformen liegen sollen.

Eine marktbeherrschende Stellung bedeutet Verantwortung

Bereits 2017 hatte die Europäische Kommission Google einen Denkzettel in Form einer 2,42 Milliarden Euro schweren Geldstrafe verpasst. Sie verpflichtete Google eigentlich dazu, die Verstöße binnen 90 Tagen einzustellen. Die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Google hat anderen Unternehmen die Möglichkeit genommen, im Wettbewerb durch Leistung zu überzeugen. Vor allem aber hat es verhindert, dass die europäischen Verbraucher wirklich zwischen verschiedenen Diensten wählen und die Vorteile der Innovation voll nutzen können.“ Eine marktbeherrschende Stellung sei nach den EU-Kartellvorschriften grundsätzlich nicht verboten, stelle jedoch eine besondere Verantwortung dar, hieß es in der Meldung der EU-Kommission.

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