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Quantencomputer: Google kooperiert mit Forschungszentrum Jülich

Google und Jülich entwickeln gemeinsam Quantencomputer. (Foto: Forschungszentrum Jülich/Kurt Steinhausen)

Bei der Entwicklung eines europäischen Quantencomputers arbeitet das deutsche Forschungszentrum Jülich jetzt mit Google zusammen. Ziel ist eine 50-100-Qubit-Maschine.

Anfang des Jahres hatte IBM mit dem Q-System den nach eigenen Angaben ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer präsentiert. Derzeit rechnet die Maschine mit 20 Qubits – Q-System sei aber noch ausbaufähig. Wie IBM arbeitet auch Google schon seit Jahren an der Entwicklung von Quantencomputern. Jetzt haben der Suchmaschinenriese und das deutsche Forschungszentrum Jülich eine Partnerschaft vereinbart, um gemeinsam an einem europäischen Quantencomputer zu tüfteln.

Google und Jülich forschen gemeinsam an Quantencomputern

Im Rahmen der Partnerschaft sollen die Forscher beider Einrichtung gemeinsam an Quantentechnologien und -algorithmen forschen und die jeweilige Hardware verwenden können. Am Jülicher Supercomputer-Zentrum (JSC) sollen die Forscher Simulationen auf Supercomputern durchführen und mit Googles Quantenprozessoren experimentieren, wie es in einer Aussendung des Forschungszentrums heißt.

Geplant ist darüber hinaus, dass Google und das Forschungszentrum Jülich sich künftig bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und Experten gegenseitig unterstützen. Schon jetzt sei ein Mangel an Fachleuten, die sich mit dem Thema Quantencomputing befassen, absehbar. Ein regelmäßiger wissenschaftlicher Austausch über sogenannte Hands-on-Workshops und Spring Schools ist ebenfalls vorgesehen.

Am Forschungszentrum Jülich soll in den kommenden Jahren ein europäischer Quantencomputer mit 50 bis 100 supraleitenden Qubits betrieben werden. Die Rechenpower des sogenannten OpenSuperQ soll Forschung und Industrie zugänglich gemacht werden. Das Projekt ist mit einem Fördervolumen von einer Milliarde Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgestattet.

Der in Jülich betriebene Supercomputer Juwels ist der zweitschnellste Supercomputer Deutschlands hinter dem SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum. Im aktuellen Top-500-Ranking (Stand: Juni 2019), in dem die schnellsten Supercomputer der Welt aufgelistet werden, findet sich Juwels auf Platz 30, der SuperMUC-NG hat sich Platz neun erobert.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die t3n-Reportage: Quantencomputer – Die Rechner der nächsten Generation.

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