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Google kauft API-Spezialisten Apigee: Das steckt dahinter

Google hat den API-Spezialisten Apigee gekauft. Die Lösungen des Softwareherstellers sollen in Googles Cloud-Plattform integriert werden.

API-Services: Google baut die Cloud aus

Google ist offenbar dabei, seine Cloud-Angebote kräftig auszubauen, nicht zuletzt, um Marktführer Amazon (AWS) auf die Pelle zu rücken. Gerade erst hat der Suchmaschinenriese überraschend eine in seine Cloud-Plattform integrieren.

Google ist scharf auf Apigees API-Features. (Bild: Apigee)
Google ist scharf auf Apigees API-Features. (Bild: Apigee)

Aufsehenerregend ist die Übernahme vor allem wegen der Höhe des Kaufpreises, der sich auf 625 Millionen US-Dollar belaufen soll. Damit handelt es sich um die größte Übernahme durch Google seit dem Kauf von Nest im Januar 2014 zum Preis von 3,2 Milliarden US-Dollar. Insgesamt hat Google in seiner Unternehmensgeschichte erst 23 Übernahmen mit einem Volumen von mehr als 100 US-Dollar getätigt. Die bekanntesten sind neben Nest sicher Youtube, Double-Click und das Mobilfunkgeschäft von Motorola – die letzten drei genannten liegen zwischen fünf und zehn Jahren zurück.

Google kauft Apigee – aber warum?

Warum Apigee? Warum zu einem so hohen Preis? Schließlich ist das Unternehmen seit seinem Börsengang in finanziellen Schwierigkeiten und liegt in wichtigen Finanzdaten im hinteren Drittel unter den Softwareanbietern, wie Bloomberg berichtet. Der Hauptgrund ist trivial: Apigee beschäftigt sich mit einem aktuell angesagten und von Google offenbar gefragten Thema, dem Bereitstellen von APIs und einer entsprechenden Plattform. Die Ausgaben für das API-Management, allein durch US-Unternehmen, sollen sich Forrester-Analysten nach auf knapp drei Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 vervierfachen.

Während sich Apigee-Anteilseigner offenbar über die Übernahme durch das Schwergewicht Google freuen – die im Nasdaq notierte Aktie kletterte um knapp sieben Prozent –, sind sich Investoren der Google-Mutter Alphabet offenbar nicht ganz so sicher, was sie von der Akquisition halten sollen. Die Alphabet-Aktie gab bis zum Donnerstagnachmittag (New Yorker Zeit) um rund ein Prozent nach.

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