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Google: Zweite leitende Forscherin für ethische KI verliert ihren Job

Google hat eine weitere bekannte KI-Forscherin entlassen. (Foto: Asif Islam / Shutterstock.com)

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Mit der Kündigung von Margaret Mitchell hat Google jetzt beide ehemaligen Leiterinnen des KI-Ethik-Teams entlassen. Mitchell hatte sich zuvor negativ über die Kündigung ihrer Kollegin Timnit Gebru geäußert.

Margaret Mitchell hat auf Twitter mitgeteilt, dass sie von Google entlassen worden ist. Der Konzern bestätigt die Kündigung gegenüber der US-Publikation Techcrunch und nennt Verstöße gegen den Verhaltenskodex und die Sicherheitsrichtlinien als Grund. Mitchell hatte nach eigenen Angaben bereits seit fünf Wochen keinen Zugang mehr auf ihr Google-Konto.

Im Januar wurde bekannt, dass Google eine Untersuchung gegen Mitchell eingeleitet hat, da die Wissenschaftlerin offenbar mit Hilfe eines Skripts nach Beispielen für eine Diskriminierung ihrer ehemaligen Kollegin Timnit Gebru gesucht hat. Gebru war im Dezember 2020 überraschend entlassen worden.

Zuvor hatten Gebru und Mitchell ein gemeinsam verfasstes Paper über die Gefahren von KI-Systemen zur Sprachverarbeitung veröffentlicht. Google hatte daraufhin gefordert, den bei einer wissenschaftlichen Konferenz eingereichten Artikel zurückzuziehen.

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Google: Umstrukturierung und neue Regeln für wissenschaftliche Veröffentlichungen

Nur wenige Tage vor der Kündigung von Mitchell hat Google eine Umstrukturierung angekündigt. Zukünftig ist die Managerin Marian Croak für den Bereich verantwortungsvolle KI verantwortlich. Ihr untersteht damit auch das Team für KI-Ethik. Das wurde Medienberichten zufolge allerdings nicht vorab über die Umstrukturierung informiert und erfuhr davon erst aus der Presse.

Die US-Publikation Axios berichtet außerdem unter Berufung auf ein internes Memo, dass Google einheitliche Regelungen für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Papern aufstellen wird. Außerdem soll das für die Mitarbeiterbindung zuständige Team ausgebaut werden und es soll neue Regeln für den Umgang mit potenziell heiklen Kündigungen geben.

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