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Google drängt wieder nach China – und eröffnet ein KI-Zentrum in Peking

(Foto: Shutterstock.com)

Der Onlineriese verstärkt seine Bemühungen in China und plant ein eigenes Forschungszentrum rund um künstliche Intelligenz. Damit kehrt Google zurück auf einen wichtigen Markt.

Es schien wie ein endgültiges Aus: 2010 weigerte sich Google, seine Suchergebnisse in China zu zensieren – die Suchmaschine wurde prompt von den örtlichen Behörden gesperrt. Doch in den vergangenen Wochen hat sich der US-Konzern vorsichtig wieder gen Osten orientiert und beispielsweise Werbung für seine KI-Tools für Tensorflow im Reich der Mitte gemacht. Am Mittwoch kündigte Alphabet einen weiteren Schritt an: Das Unternehmen will ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Peking errichten.

Google: Ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz

In der Einrichtung soll eine Gruppe aus Wissenschaftlern gemeinsam mit mehreren Hundert in China lebenden Entwicklern an der Hype-Technologie arbeiten. „Es wird ein kleines Team sein, das seinen Fokus darauf richtet, die Grundlagenforschung durch Publikationen, wissenschaftliche Konferenzen und Wissensaustausch voranzutreiben“, sagt Fei-Fei Li, Chief Scientist bei Googles Cloud-Einheit im Bereich künstliche Intelligenz und Machine Learning, gegenüber Bloomberg. Sie wird das Forschungszentrum leiten. Genaue Angaben zur Mitarbeiterzahl macht Google nicht, will das Team aber weiter ausbauen und sucht aktiv nach Interessierten.

„Künstliche Intelligenz und ihr Nutzen kennen keine Grenzen.“

Google hat sich bewusst für den chinesischen Markt entschieden. Chinesische Autoren wirkten an 43 Prozent aller Inhalte in den 100 besten KI-Journals mit, schreibt Li in einem Blogbeitrag. „Ich glaube, dass künstliche Intelligenz und der Nutzen dadurch keine Grenzen kennen.“ Ob ein Durchbruch im Silicon Valley, in Peking oder irgendwo anders erreicht werde – die Technologie biete das Potenzial, das Leben für jeden besser zu machen.

Gut für Google: Die chinesische Regierung hat das Thema künstliche Intelligenz ganz oben auf die nationale Agenda gesetzt. Bis 2030 will das Land weltweit führend im wissenschaftlichen Bereich sein. Die Industrie soll bis 2025 einen jährlichen Output von 400 Milliarden Yuan (etwa 52 Milliarden Euro) kreieren. Klar, dass Alphabet auf einem so großen Markt mitmischen will. Allerdings konkurriert der Konzern in China mit lokalen Onlineriesen wie Alibaba oder Tencent.

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