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Google-KI für Kampfdrohnen: Tausende Mitarbeiter fordern Ausstieg aus Militärprojekt

(Foto: dvande / Shutterstock.com)

Tausende Google-Mitarbeiter fordern CEO Sundar Pichai dazu auf, die bestehende Kooperation mit dem US-Militär aufzukündigen. Die KI-Technologie des Unternehmens dürfe nicht für militärische Zwecke missbraucht werden.

Anfang März 2018 ist bekannt geworden, dass Google zu einer Reihe von Firmen gehört, die dem US-Militär KI-Technologie für den Ausbau ihres Drohnenprogramms zur Verfügung stellt. Damit wollen sich viele Mitarbeiter des Suchgiganten nicht abfinden. In einem Brief fordern sie Firmenchef Sundar Pichai dazu auf, die Beteiligung an dem Projekt einzustellen. Wie die New York Times berichtet, haben bereits mehr als 3.100 Mitarbeiter den Brief unterzeichnet. Darunter sollen sich einige führende Entwickler des Unternehmens befinden.

„Technologien zu entwickeln, um die US-Regierung bei der militärischen Überwachung zu unterstützen – mit potenziell tödlichen Folgen –, ist nicht akzeptabel“, heißt es in dem Brief. In einem Statement hat die Google-Führung indes bekräftigt, dass ihre Technologie nur zur automatischen Auswertung von Drohnenbildern genutzt werde und nicht zur Steuerung von Kampfdrohnen. Dieses Argument wollen die Unterzeichner jedoch nicht als Rechtfertigung akzeptieren: „Wir können die moralische Verantwortung für unsere Technologie nicht an Dritte outsourcen“, so die Verfasser des Mitarbeiterbriefs.

Mitarbeiter fordern klare Regeln gegen den militärischen Einsatz von Google-Technologien

In ihrem Brief fordern die Mitarbeiter CEO Pichai auf, die Beteiligung an dem Militärprojekt sofort einzustellen und eine klare Richtlinie zu entwerfen, die die Entwicklung von Technologien zur Kriegsführung untersagt. Das, so die Unterzeichner, sei Googles moralische und ethische Pflicht. Darüber hinaus warnen sie davor, dass die Beteiligung an Militärprojekten nicht nur das Vertrauen der Nutzer schädige, sondern es auch schwieriger machen könnte, Top-Talente für die Arbeit bei Google zu begeistern.

Hintergrund: So viel zu „Don’t be evil“ – Google-KI wertet Drohnenbilder für US-Militär aus.

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