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So viel zu „Don‘t be evil“: Google-KI wertet Drohnenbilder für US-Militär aus

(Foto: dvande / Shutterstock.com)

Google unterstützt das US-Militär in einem Pilotprojekt zum Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Drohnenbildern. Das stößt auch unter Mitarbeitern des Internet-Riesen auf Kritik.

Unter dem Namen Project Maven betreibt das US-Verteidigungsministerium seit 2017 ein Pilotprojekt zum Einsatz von künstlicher Intelligenz zur automatischen Auswertung von Drohnenbildern. Damit will das US-Militär der Unmengen an Luftaufnahmen Herr werden, die von Kampfdrohnen aufgenommen werden und deren Auswertung durch menschliche Kräfte offenbar zu aufwendig ist. Zu den Unterstützern des Projekts gehört auch der US-amerikanische Internet-Riese Google.

Wie Gizmodo unter Berufung auf anonyme Quellen innerhalb des Unternehmens berichtet, sind einige Mitarbeiter erbost darüber, dass KI-Technologie der Firma für militärische Zwecke genutzt wird. Gegenüber dem US-Blog hat ein Google-Sprecher bestätigt, dass die Alphabet-Tochter dem Verteidigungsministerium Tensorflow-API zur Verfügung stellt. Die wiederum werden zum Aufbau von Machine-Learning-Anwendungen genutzt, die automatisch Objekte auf Drohnenfotos erkennen können.

Google gibt an, derzeit intern an Richtlinien zu arbeiten, die den Einsatz von KI-Technologie der Firma zu militärischen Zwecken regeln sollen. Das wiederum bedeutet aber auch, dass bislang keine entsprechenden Regelungen existieren. Das US-Verteidigungsministerium hat sich zur Beteiligung Googles an Project Maven nicht geäußert.

2017 hat sich Alphabet-Vorstand Eric Schmidt noch gegen eine Kooperation mit dem Militär ausgesprochen

Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt hatte sich noch im Herbst 2017 gegen den Einsatz von Unternehmenstechnologien durch das Militär ausgesprochen. Allerdings sitzt Schmidt dem Defense-Innovation-Advisory-Board vor, einem Beratungsgremium, das technologische Innovationen aus dem Silicon Valley für den militärischen Einsatz erkundet und den US-Verteidigungsminister berät. Zu den Mitgliedern des Gremiums gehören unter anderem auch Linkedin-Mitbegründer Reid Hoffman, Instagram-COO Marne Levine sowie der Astrophysiker und Fernsehmoderator Neil deGrasse Tyson.

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