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Google: Bekanntes Problem erlaubt Teilen manipulierter Suchen

(Foto: Dreamframer/Shutterstock)

Mit einem Trick lassen sich Google-Suchergebnisse teilen, die zu einem Suchbegriff eine eigentlich unpassende Infobox anzeigen. Damit könnten Menschen getäuscht oder zumindest verwirrt werden.

Update vom 15. Januar 2019: Google hat das Problem inzwischen behoben.

Google zeigt seit geraumer Zeit Informationen zu Personen, Orten, Organisationen oder Dingen oberhalb der Suchergebnisse in Form sogenannter Knowledge-Panels an. Das sind kleine Kästchen, die Suchenden einen groben Überblick über den gesuchten Begriff liefern sollen. Schon 2017 entdeckte der Sicherheitsexperte Wietze Beukema jedoch einen Bug, mit dem sich das System manipulieren lässt.

Manipuliertes Google-Suchergebnis. (Screenshot: Google/t3n)

Tja, wenn Google das sagt … (Screenshot: Google/t3n)

Wie Beukema herausfand, können durch Manipulation von URL-Parametern Links zu Google geteilt werden, die eine eigentlich nicht zu dem Suchbegriff gehörige Infobox enthalten. So könnte beispielsweise ein Link auf Google geteilt werden, der die Frage „Wo wurde Barack Obama geboren?“ enthält, unter dem dann die Infobox von Kenia steht. Dass der ehemalige US-Präsident kein gebürtiger US-Amerikaner sei, ist eine im rechten US-amerikanischen Spektrum weit verbreitete Verschwörungstheorie.

Google: Link-Problem könnte zur Manipulation eingesetzt werden

Der Bug ließe sich also theoretisch durchaus zur Verbreitung von Falschinformationen nutzen. Zumal viele Google-Nutzer sich sicherlich auf die Angaben in dem Knowledge-Panel verlassen, statt die eigentlichen Suchergebnisse zu inspizieren. Vor allem auf Mobilgeräten ist das problematisch, da die Knowledge-Panel hier teilweise den gesamten Seitenbereich unterhalb des Suchfeldes einnehmen. Empfänger des Links müssten daher sogar nach unten scrollen, um neben der irreführenden Antwort noch andere – richtige – Informationen zu erhalten.

Eine manipulierte Suche auf einem Mobilgerät. (Screenshot: Google/t3n)

Eine manipulierte Suche auf einem Mobilgerät. (Screenshot: Google/t3n)

Über einen zusätzlichen Parameter lassen sich die eigentlichen Suchergebnisse sogar vollständig ausblenden – beziehungsweise sie auf die zweite Suchseite verschieben. Dann sehen Besucher nur noch den Suchbegriff und die irreführende Infobox. Hier ein Beispiel für auf die Art manipulierte Google-Suchergebnisse. Immerhin erklärte jetzt aber ein Sprecher des Suchkonzerns gegenüber Techcrunch, dass Google an einer Lösung arbeite.

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2 Kommentare
Ben Fuhrmann

Also ich habe jetzt mehrere Varianten des Links getestet, keine funktioniert. Hat Google den Bug vielleicht doch schon gefixt oder bin ich nur zu doof?

Antworten
Kim Rixecker

Google scheint den Fehler seit gestern tatsächlich entfernt zu haben.

Antworten

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