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Google Kontoinaktivität-Manager: So regelst du deinen digitalen Nachlass

Der jetzt von Google vorgestellte „Kontoinaktivität-Manager“ kümmert sich um ein Thema, über das niemand gern nachdenkt: Was passiert mit dem eigenen Google-Account nach dem Tod oder wenn man ihn aus anderen Gründen über lange Zeit nicht nutzen kann?

Der Sinn des Kontoinaktivität-Managers wird sich dabei jedem schnell erschließen: Immer mehr Dienste hängen an einem Account wie dem von Google: E-Mails, Adressbuch, Kalender, Fotos, Videos… Wir häufen immer mehr „digitale Güter“ an und meistens ist nicht klar, was damit geschehen soll, wenn wir uns nicht mehr oder zumindest vorübergehend nicht kümmern können.

Der Google Kontoinaktivität-Manager gibt einem nun die Möglichkeit, das vorab zu bestimmen. Man legt dabei fest, wie lange man inaktiv sein muss, damit er eingreift und was dann geschehen soll.

Aktivität und Inaktivität misst Google dabei laut der FAQ zum Kontoinaktivität-Manager wie folgt:

Dazu gehören Ihre letzten Anmeldungen, Ihr Webprotokoll, wie oft Sie Gmail (bzw. die Gmail App auf Ihrem Telefon) nutzen und sich auf Ihren Android-Geräten anmelden.

So sieht das Ganze dann aus:

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Ihr findet den Kontoinaktivität-Manager hier innerhalb eurer Account-Einstellungen. Das sind die Optionen:

  • Benachrichtigungen senden: Google meldet sich per SMS und E-Mail beim Nutzer, bevor der Kontoinaktivität-Manager eingreift. Hier legt man fest, wohin diese Nachrichten gehen sollen.
  • Wartefrist: Hier gibt man an, wie viel Zeit seit dem letzten Login vergangen sein soll. Standard: drei Monate. Google meldet sich einen Monat vor Ablauf der Frist beim Nutzer.
  • Kontakte benachrichtigen/Daten teilen: Man kann bis zu zehn Personen benennen, die im Fall der Fälle über die Inaktivität benachrichtigt werden sollen. Zudem kann man festlegen, auf welche Daten jeder Kontakt Zugriff haben darf. Die Person hat dann drei Monate Zeit, die Inhalte herunterzuladen. Damit sie Zugriff bekommt, benötigt sie zusätzlich einen Bestätigungscode, der per SMS verschickt wird. Unabhängig davon kann man hier eine Abwesenheitsnotiz für Gmail vorformulieren, die dann automatisch aktiv wird.
  • Und wer will, kann sein Konto im Fall der Inaktivität komplett mit allen Inhalten automatisch löschen lassen.

Klar ist, dass man diese Daten und Angaben stets aktuell halten muss, damit sie greifen und funktionieren, sobald sie benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise die Handynummern der vertrauenswürdigen Kontakte, damit diese überhaupt den Bestätigungscode erhalten. Diese Personen werden übrigens beim Einrichten des Kontoinaktivität-Managers nicht automatisch benachrichtigt.

Alles in allem muss man sagen: Gut, dass sich Google Gedanken auch über diesen Punkt macht und mit dem Kontoinaktivität-Manager immerhin eine Lösung anbietet.

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