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Google: Kritik an Zusammenarbeit mit China-Hersteller Huawei

(Foto: Shutterstock)

US-Politiker raten Google, die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern Huawei zu überdenken. Es geht dabei um Spionagevorwürfe. Sowohl für Google als auch für Huawei steht dabei einiges auf dem Spiel.

Erst hatten die USA mit ZTE ein Problem, und der Kongress ringt noch immer mit US-Präsident Trump, ob das chinesische Unternehmen Bauteile aus den USA beziehen darf. Jetzt ist der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei (mal wieder) dran. Laut Medienberichten haben amerikanische Kongressabgeordnete beider Parteien Google nahegelegt, doch noch einmal über die Kooperation mit dem Unternehmen nachzudenken. In einem Brief an Google-Chef Sundar Pichai heißt es, der chinesische Konzern sei eine Bedrohung für die Sicherheit der Vereinigten Staaten.

Huawei nur Aufhänger: Retourkutsche gegen Google

Doch hinter dem Schreiben könnte auch noch ein anderer Grund stecken: Das kürzlich beendete Engagement Googles in einem Drohnenprojekt, das Google zusammen mit dem US-Militär vorangetrieben hatte. In dem Brief heißt es nämlich: „Während wir bedauern, dass Google die lange und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Militär und Technologie-Konzernen nicht fortführen wollte, sind wir noch mehr enttäuscht darüber, dass Google offenbar gewillt ist, eher die Kommunistische Partei Chinas als das US-Militär zu unterstützen.“ Google hatte sich nach Kritik seitens der Mitarbeiter aus dem Drohnen-Projekt „Maven“ zurückgezogen.

Für Google ist die Situation ungünstig. Das Unternehmen sitzt als einer der größten Internetkonzerne mit Beziehungen zu unzähligen kleineren und größeren Unternehmen aus verschiedensten Ländern zwischen den Stühlen. Huawei ist immerhin nach Samsung und Apple in den USA der drittgrößte Smartphone-Hersteller und hat einen Marktanteil von gut elf Prozent. Richtig hart treffen würde es allerdings Huawei, wenn Google dem chinesischen Konzern keine Android-Lizenzen mehr erteilen würde (und zusätzlich noch Qualcomm die Lieferung von Komponenten einstellen würde). Doch offenbar hat Huawei hier in den letzten Jahren noch einen Plan B entwickelt.

ZTE, Huawei und andere: US-Kritik an China-Herstellern ist nicht neu

Es hatte bezüglich mehrerer chinesischer Hersteller in der Vergangenheit bereits Gerüchte gegeben, dass diese mithilfe eigener Schnüffel-Software von Android-Smartphones Daten der Nutzer ausspionierten und auswerteten. Ins Visier waren dabei vor allem ZTE und Huawei geraten (sowie einige kleinere Hersteller, die aber hierzulande weitgehend unbekannt sind und sich auf das Billigsegment verlegt haben). Bisher konnten allerdings keine stichhaltigen Beweise für die Spionagevorwürfe vorgelegt werden. Die Vorwürfe sind allerdings alles andere als neu – und auch nicht allein der Anti-China-Politik von Präsident Trump zuzuschreiben. Bereits 2012 hatten Sicherheitsfachleute im US-Kongress vor Geräten dieser beiden Marken gewarnt.

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