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Ratgeber

Das sind Googles Tipps für Führungskräfte

Steuern in der EU: Politik von US-Internetriesen wie Google in der Kritik. (Foto: digidreamgrafix/Shutterstock)

Google verschenkt eine Reihe von Tools und Schulungsmaterial für eigene Manager. Dabei teilt Google die eigenen Erkenntnisse, was eine gute Führungskraft ausmacht.

Was macht gute Führungskräfte aus? Und wie lassen sie sich formen? Darüber forscht Google seit Jahren. Die Ergebnisse der eigenen Forschung bietet Google seit einiger Zeit kostenlos zum Download an.

Das sind Googles acht zentrale Merkmale für gute Führung

Im Rahmen der eigenen Führungsstudie „Project Oxygen“ hat Google acht zentrale Führungsmerkmale identifiziert und richtet sein eigenes Trainings-Programm für Manager darauf aus.

Demnach hat eine gute Führungskraft folgende Eigenschaften:

  • Sie ist ein guter Coach.
  • Sie fördert das eigene Team und setzt nicht auf Micromanagement – ist also kein Control-Freak.
  • Sie ist an den eigenen Team-Mitgliedern und ihrem Erfolg ebenso interessiert wie daran, dass es ihnen gut geht.
  • Sie ist produktiv und ergebnisorientiert.
  • Sie kommuniziert gut und offen, teilt Informationen mit anderen.
  • Sie hilft anderen bei der Entwicklung ihrer Karriere.
  • Sie hat eine klare Vision und Strategie für das Team.
  • Sie besitzt wichtige technische Fertigkeiten, die ihr helfen, das Team zu beraten.

Google selbst schreibt, dass viele der Punkte eigentlich offensichtlich erscheinen – allerdings viele Manager sich erst daran orientierten, als harte empirische Daten diese Erkenntnisse auch stützten.

Interessant ist außerdem, dass technische Fähigkeiten eine geringere Rolle spielen, als von vielen zuvor intern bei Google gedacht: „Während es wichtig ist, dass Manager das technische Niveau besitzen um Mitarbeiter anzuleiten, sind Soft Skills wie Coaching und Kommunikation absolut essenziell“, schreibt Google über die eigenen Ergebnisse. Auch daraus leitet sich eine naheliegende Erkenntnis ab: Ein guter Programmierer ist nicht automatisch ein guter Manager.

Eine Konsequenz aus den Ergebnissen ist, dass Google die Bewertungs-Kriterien für die eigenen Führungskräfte angepasst hat. Nicht mehr nur reiner Output wird bei Google gemessen, sondern unter anderem, wie viel Zeit ein Manager mit seinem Team verbringt, ob er kommuniziert und ob er eine klare Vision hat. Auch die Google-internen Management-Kurse sind darauf ausgelegt worden.

Googles Tipps für ein gelungenes 1-on-1-Meeting

Ein zentraler Erfolgsfaktor für gute Führungskräfte ist laut Google also die Zeit, die sie mit Mitgliedern ihres Teams verbringen – das bekannteste Instrument dazu ist ein sogenanntes 1-on-1-Meeting, also ein direktes Gespräch zwischen Manager und Mitarbeiter. Google empfiehlt Managern, sich eine Stunde alle ein bis zwei Wochen mit jedem Mitarbeiter für ein informelles und dennoch strukturiertes Gespräch Zeit zu nehmen.

Themen, die in dem Gespräch angesprochen werden sollten, sind unter anderem Engagement, Arbeitsbelastung, die Dynamik des Teams, die Leistung des Mitarbeiters sowie Fort- und Weiterbildung.

Angesichts der hohen Arbeitsbelastung und dem vollen Terminkalender der meisten Führungskräfte müsse sich ein Manager schon zu den regelmäßigen Gesprächen samt Vorbereitung zwingen, schreibt Google. Trotzdem lohne sich die Zeit: „Du wirst bemerken, dass die Leute dankbar sind, gehört zu werden und ihre Motivation nach jedem 1-on-Meeting deutlich ansteigt –  führe sie daher regelmäßig durch.“

Fahrräder auf dem Google-Campus in Mountain View. (Foto: Uladzik Kryhin/Shutterstock)

Das Meeting sollte nach dem Ratschlag von Google locker und möglichst offen ablaufen. Am wichtigsten sei es, dass der Mitarbeiter im Vordergrund steht. Der Manager sollte offene Fragen stellen und lieber zuhören, als Entscheidungen zu rechtfertigen. „Als Daumenregel soll der Manager nicht mehr als zehn Prozent Gesprächsanteil haben“ empfiehlt Google. Er sollte das Gespräch leiten und die richtigen Fragen stellen – dann aber vor allem aktiv zuhören.

Wichtig ist auch die Anmoderation der Meetings, sollte sie bislang nicht stattgefunden haben. Die Mitarbeiter sollten auf keinen Fall das Gefühl bekommen, dass sie etwas Schlimmes erwartet. Es sollte bei der Einladung zum Meeting daher schon klarwerden, dass es sich um einen regelmäßigen lockeren Austausch ohne konkreten Anlass handelt.

Eine Agenda ist nicht unbedingt notwendig. Folgende Themen können aber als grobes Gerüst verwendet werden – insbesondere, wenn der Manager bislang wenig Erfahrung mit 1-on-1-Gesprächen hatte:

  • generelles Engagement und Motivation
  • die Dynamik im Team
  • Entwicklung und Weiterbildung
  • der eigene Führungsstil
  • künftige Ambitionen und die Leistung der Vergangenheit
  • Ideen und Wünsche nach Veränderungen

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Eine Reaktion
Stephanie Huber

Müssen Führungskräfte wirklich geformt werden? Und geht das überhaupt - oder wird es Zeit DANKE zu sagen:

http://www.businessinsider.de/liebe-mitarbeiter-es-ist-zeit-die-wahrheit-zu-sagen-2017-8

Antworten

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