Ratgeber

Das sind Googles Tipps für Führungskräfte

Seite 2 / 2

Was laut Google einen guten Coach ausmacht

Gute Manager sollen laut Google die eigenen Mitarbeiter bei ihrer Karriereentwicklung unterstützen – und müssen daher auch gut coachen können. Einige Slides des Schulungs-Materials von Google für eigene Führungskräfte beschäftigen sich daher mit der Frage, was einen guten Coach ausmacht.

Zu einem guten Coach gehören laut Google die Fähigkeit des aktiven Zuhörens – also ein Zuhören mit Blickkontakt, bei dem durch kurze Einschübe wie „Ja“ oder „Ich verstehe“ dem Gegenüber das Zuhören auch aktiv kommuniziert wird.

Ein guter Coach sollte außerdem die richtigen Fragen stellen und ein Bewusstsein für blinde Flecken schaffen, die dem Mitarbeiter selbst vielleicht entgehen. Zudem sollte der Coach das Denken des Gegenübers in Frage stellen und zu konkreten Handlungen anregen.

Aus der Untersuchung des „Projekt Oxygen“ von Google ergeben sich außerdem noch folgende Ratschläge an Führungskräfte: Dem Mitarbeiter sollte pünktlich und spezifisches Feedback gegeben werden. Motivierendes Feedback und negatives Feedback, das zu einer Weiterentwicklung anregt, sollten ausgewogen sein. Die Führungskraft sollte die einzigartigen Stärken und Möglichkeiten der Entwicklung von jedem Mitarbeiter kennenlernen. Sie sollte zudem konkrete Lösungsvorschläge aufzeigen und regelmäßig 1-on-1-Meetings abhalten.

Coaching ist allerdings auch nicht in jeder Situation ein Allheilmittel, macht Google auch klar: Sinnvoll ist es bei Wissensarbeitern und High-Performance-Teams. Bei dauerhafter Minderleistung eines Mitarbeiters ist es aber beispielsweise kein sinnvolles Instrument.

Google erzieht Manager zur „Barmherzigkeit“

Google empfiehlt den eigenen Führungskräften weiterhin in dem Schulungsmaterial, sich über die eigenen Werte klarzuwerden – und welches Verhalten sich daraus ableitet. Als ein Beispiel gibt das Schulungsmaterial den Wert Bescheidenheit. Dieser könnte sich beispielsweise dadurch in Entscheidungen und Verhalten der Führungskraft zeigen, dass sie offen ist und häufig Feedback gibt, aktiv Möglichkeiten sucht, anderen Anerkennung zu geben oder zu teilen und auch persönliche Geschichten über Fehler mit anderen teilt. Zudem sollten Manager, die bescheiden sind, zugeben, wenn sie etwas nicht wissen und ein Bewusstsein entwickeln, dass sie dem Team dienen.

Googles kunterbunte Büros in Hamburg

1 von 45

Weiterhin wird die Bedeutung aus der Kombination von emotionaler Intelligenz und technischer Fähigkeiten für Führungskräfte betont. Die Kombination aus beidem nennt Google „Emotional Intelligence Abilities“ (EI), die Voraussetzung für komplexe Arbeit, insbesondere Führungspositionen seien.

Laut Google könne emotionale Intelligenz dabei gelernt werden und wachse über die Zeit – gewisse Aspekte davon könnten auch als Reife bezeichnet werden. Für Google gibt es dabei eine Hierarchie der emotionalen Intelligenz in Bezug zu anderen, die von Mitgefühl auf der untersten Ebene über Empathie bis zur Barmherzigkeit („Compassion“) reicht. Das Mitgefühl („Sympathy“) übersetzt Google dabei als „Ich fühle mir dir“, die Empathie als „Ich verstehe dich“ und die Barmherzigkeit als „Ich möchte dir helfen.“

Google gibt den Managern dabei Regeln an die Hand, wie sie das reine Mitgefühl in Handlungen zu verwandeln, die dem Gegenüber helfen. Denn zu viel Mitgefühl mit anderen, ohne durch Handlungen konkret zu helfen, kann laut Google zu Stress und im schlimmsten Fall zum Burnout führen.

Eine Übersicht über Googles Trainings-Material und Tools für Führungskräfte gibt es unter rework.withgoogle.com.

Google Office Dublin: So stylisch arbeitet man im Europa-HQ

1 von 28

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Stephanie Huber

Müssen Führungskräfte wirklich geformt werden? Und geht das überhaupt – oder wird es Zeit DANKE zu sagen:

http://www.businessinsider.de/liebe-mitarbeiter-es-ist-zeit-die-wahrheit-zu-sagen-2017-8

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.