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Kampf der Cloud-Giganten: Nach Microsoft senkt auch Google die Marketplace-Gebühren

Google-Cloud-CEO Thomas Kurian bei einer Keynote. (Foto: Google)

Lesezeit: 1 Min.
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Nach Microsoft will auch Google die Gebühren für seinen Cloud-Marketplace massiv senken – von 20 auf drei Prozent. Das soll die Attraktivität der Google Cloud Platform erhöhen.

Google ist mit seiner Cloud-Lösung GCP (Google Cloud Platform) auf dem weltweiten Markt nur die Nummer drei hinter Marktführer Amazon AWS (Amazon Web Services) und der Azure-Plattform von Microsoft. Entsprechend hoch ist der Druck auf Google, wenn es um die Preisgestaltung geht. Nachdem Microsoft im Juli die Gebühren für das Angebot von Software auf seinem Marktplatz von zuvor 20 auf nur noch drei Prozent zusammengestrichen hat, soll Google jetzt den gleichen Schritt gehen.

Google bestätigt Arbeiten am Cloud-Preismodell

Laut einem Bericht von CNBC, in dem sich die US-Kolleg:innen auf Firmeninsider:innen berufen, sollen auch auf der Google Cloud Platform die Marketplace-Gebühren von 20 auf drei Prozent sinken. Google hat die konkrete Preissenkung zwar nicht bestätigt, aber mitgeteilt, dass der Konzern an einem neuen Preismodell arbeite. Zum Vergleich: Bei AWS verlangt Amazon einen Anteil von fünf Prozent am Umsatz, den Drittanbieter:innen mit über den Marktplatz verkauften Anwendungen erzielen.

Für Google ist das ein weiterer Versuch, attraktive unabhängige Softwareentwickler:innen auf seine Plattform zu locken und Marktführer AWS sowie der Azure-Cloud Paroli zu bieten. An der Wettbewerbsfähigkeit von Googles Cloud-Lösung feilt seit 2019 der ehemalige hochrangige Oracle-Manager Thomas Kurian als Cloud-CEO. Weiteren Druck auf das aktuelle Gebührenmodell haben auch Regulierungsbehörden in den USA und Europa aufgebaut. So verlangt Google in seinem Play-Store seit Juli nur noch 15 statt 30 Prozent von Softwareanbietern, die mit ihren Apps weniger als eine Million US-Dollar umsetzen. Auch Apple und Microsoft drehten an der Gebührenschraube.

Google: Cloud-Geschäft bringt bisher nur Verluste

Google bleibt aber weiterhin stark von seinem Werbe- und Suchmaschinengeschäft abhängig. Das Cloud-Geschäft muss erst noch zu einem echten Umsatz- und Gewinnbringer werden. Im abgelaufenen zweiten Quartal hat Google in diesem Segment bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar einen operativen Verlust in der Höhe von 591 Millionen Dollar eingefahren. 82 Prozent des Umsatzes und nahezu den kompletten Umsatz erwirtschaftet Google-Mutterkonzern Alphabet im Ad-Bereich.

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