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Google Plus: Hamburger Datenschutz nimmt Google jetzt ins Visier

(Quelle: Google/t3n)

Der Hamburger Datenschutz hat Untersuchungen gegen Google wegen des Verschweigens der Sicherheitslücke bei Google Plus eingeleitet. Doch die Beweislage ist dünn und die damaligen Gesetze bieten ein Schlupfloch.

Auch wenn die DSGVO bei den Endanwendern und Unternehmen gleichermaßen für mehr Verwirrung als Klarheit gesorgt hat, hat sie doch eines bewirkt: Datenschutzbehörden können jetzt einfacher und gezielter Unternehmen angehen, die mehr oder weniger offensichtlich Datenschutzvergehen begangen haben. Der Hamburger Datenschutzbeauftrage Johannes Casper hat nun Ermittlungen gegen Google eingeleitet. „Offenbar hat Google den Vorfall bewusst verschwiegen, damit Gras über die Sache wächst“, erklärt Casper gegenüber der dpa.

In der Tat war das Unternehmen offenbar im Frühjahr über das Sicherheitsproblem in Kenntnis gesetzt worden und schloss die Lücke, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass diese bereits seit 2015 bestand. Laut dem Guardian hatte Google die Sicherheitslücke bei Entdecken geheim gehalten. Man wollte offenbar in Zeiten des Cambridge-Analytica-Skandals nicht auch ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Potenziell könnten Profile von bis zu 500.000 Konten bei Google Plus betroffen sein, erklärte der Internet-Konzern unter Verweis auf eine Analyse der Daten von zwei Wochen im März. Andererseits war Google Plus von Endanwendern kaum genutzt worden und lediglich als Verteilstation für Content bei gewerblichen Nutzern beliebt.

Sagt Google die Wahrheit? Schwierig, Tathergang zu rekonstruieren

Allerdings tut sich auch der Datenschutz aus Hamburg schwer dabei, Google den genauen Termin nachzuweisen, wann die Lücke geschlossen wurde. Lag dieser Zeitpunkt, wie Google es angibt, vor dem 25. Mai, also dem Inkrafttreten der DSGVO, müsste man dem Unternehmen nachweisen, dass der Fall besonders gravierend war und besonders sensible Daten davon betroffen waren. Dann wäre ein Verschweigen tatsächlich justiziabel. Da die Datenschützer nach eigenem Bekunden aber auch erst durch die Medien von dem Sachverhalt erfahren haben, ist es unwahrscheinlich, dass man hier ohne Mithilfe Dritter mehr rekonstruieren können wird.

Zwar gibt es laut Google keine Hinweise, dass die Lücke ausgenutzt wurde, aber auch keine Möglichkeit, das im Nachhinein zu überprüfen. Klar ist aber auch, dass die DSGVO hier härtere Maßstäbe anlegt und es für Unternehmen hier in Zukunft schwieriger wird, sich für ein solches Verhalten zu rechtfertigen.

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Eine Reaktion
Vanderelbe

Moin,
ich dachte mal, ich gebe ein Kommentar ab. Das Titelbild ist nämlich genial!.
Mich ärgert nur eins - dass ich nicht drauf gekommen bin ;)
Grüße und schonma' schönes WE.

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