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Googles Quantencomputer wird Open Source

Um die Standard-Suche auf dem iPhone zu bleiben, könnte Google derzeit bis zu drei Milliarden US-Dollar an Apple bezahlen. (Foto: dpa)

Quantentechnologie soll noch besser arbeiten als Supercomputer. Auch Google bastelt an entsprechenden Maschinen – und bietet Ausgewählten nun einen ersten Einblick via Internet an.

Schon seit Jahren tüftelt Google an einem Quantencomputer. Nun gibt der US-Konzern auch Wissenschaftlern und KI-Forschern einen Zugang zu seinen Maschinen über die Cloud – und will so Geschäftsmodelle für die Technologie entwickeln. Das geht aus Unterlagen hervor, die Bloomberg vorliegen. Ziel sei es, die Entwicklungen von Anwendungen zu fördern und einen leistungsfähigeren Cloudservice anzubieten, schreibt die Nachrichtenagentur.

Quantencomputer wird Open Source

Um Entwickler für das Projekt zu begeistern, hat die Alphabet-Tochter das sogenannte Project Q gestartet, ein Open-Source-Vorhaben. Es soll Entwickler an Quantencomputer heranführen und sie dazu bringen, Code dafür zu schreiben. Aus einer Präsentation von Google geht außerdem hervor, wie die Hardware aussieht. Dazu gehört offenbar ein neues Forschungslabor namens „Embryonic Quantum Data Center“.

„Google ist sehr offen und macht deutlich, dass sie eine Quanten-Hardware bauen, die sie künftig auch als Cloudservice anbieten“, zitiert Bloomberg den Forscher Peter McMahon der Stanford University. Google verkündete bereits 2014, einen Quantencomputer zu entwickeln. Bis Ende des Jahres, so verspricht es das Unternehmen, werde das System seine „Vormachtstellung“ beweisen.

Google hat schon Konkurrenz – von IBM und Microsoft

Quantencomputer sollen der Theorie nach noch besser arbeiten als sogenannte Supercomputer. Statt Informationen in Einsen oder Nullen abzubilden, greifen Quantencomputer auf sogenannte Qubits (Quantenbits) zurück. Diese können sich bei eins, null, aber auch in einem Status dazwischen befinden. Ob die Technologie Supercomputer tatsächlich übertrumpfen kann, muss sich erst noch zeigen.

Trotzdem setzt nicht nur Alphabet auf die Quantenprozessoren: Auch IBM und Microsoft arbeiten daran, Softbank sucht derweil Investments in genau diesem Gebiet. Die Herausforderung für die Unternehmen: die Kommerzialisierung. Daran scheint Google nun verstärkt zu arbeiten.

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