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Google speichert die Einkäufe von Gmail-Nutzern

Gmail für Android. (Foto: hilalabdullah / Shutterstock.com)

Google speichert Online-Einkäufe von Gmail-Nutzern – auch wenn diese nicht über einen Google-Dienst getätigt wurden. Die Liste lässt sich löschen, einfach macht es Google einem aber nicht.

Die Information darüber, dass Google Informationen darüber speichert, welche Einkäufe Nutzer seines E-Mail-Dienstes Gmail in den vergangenen Jahren getätigt haben, ist nicht neu. Caschys Blog etwa hat schon im Januar darüber geschrieben – als Tipp. Nicht allen Gmail-Nutzern dürfte das aber bekannt sein, wie die rasante Verbreitung eines entsprechenden Berichtes von CNBC und die Aufregung darüber zeigt.

Gmail: Google trackt Einkäufe von Nutzern

Das massenhafte Tracken und Speichern des Einkaufsverhaltens – hier könnt ihr dies in eurem Gmail-Account finden – gewinnt natürlich vor dem Hintergrund der kürzlich von Google angekündigten Verbesserungen bei der Privatsphäre der Nutzer eine besondere Brisanz. Zumal es Google Gmail-Nutzern nicht gerade leicht macht, die Informationen über ihre Einkäufe zu löschen. Möglichkeiten, das Tracking ganz abzuschalten, hat Google laut CNBC tief in den privaten Einstellungen versteckt.

Das Ganze funktioniert so: Damit Google weiß, wann, wo und was Gmail-Nutzer gekauft haben, ist der Suchmaschinenkonzern auf eine entsprechende E-Mail angewiesen. Google trackt also dafür nicht die Online-Aktivitäten der Nutzer. Vielmehr werden die Bestätigungs-E-Mails, die beim Online-Shopping versendet werden, entsprechend ausgewertet und die Einkäufe aufgelistet.

Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Google, Facebook, Paypal und anderen Diensten einrichten
Viele Online-Dienste bieten mittlerweile eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung kommt zur Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort noch eine zweite Methode hinzu, über die der Nutzer seine Identität bestätigt. Häufig wird dazu beim Anmeldevorgang ein Pin-Code an das Smartphone des Nutzers gesendet, die er dann eingeben muss. So schützt ihr euer Konto bessere gegen Zugriffe von Unbefugten. Diese Bildergalerie zeigt euch, wie ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Facebook, Google, Whatsapp, Twitter, Dropbox und Paypal aktiveren könnt. (Grafik: Shutterstock)

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Google betont gegenüber CNBC, dass diese Auflistung nur von den Nutzern selbst eingesehen werden könne, und dass die Informationen nicht für Werbung verwendet oder an Dritte verkauft würden. Außerdem, so der Konzern, könnten die erhobenen Informationen jederzeit gelöscht werden. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie man denken könnte. Bisher lässt sich ein aufgezeichneter Einkauf nur dann löschen, wenn die entsprechende E-Mail gelöscht wird – bei möglicherweise Dutzenden Einkäufen ein langwieriges Unterfangen.

Gmail-Kontrolle: Google verspricht Besserung

Das Tracking kann – anders als von Google behauptet – nicht einfach über die Sucheinstellungen deaktiviert werden. Bei Golem geht man davon aus, dass ein Beenden des Einkaufstrackings nur dann möglich ist, wenn die Web- und App-Aktivitäten in den Aktivitätseinstellungen im Google-Dashboard pausiert sind. Der Nachteil ist, dass dann auch keine passenden Suchvorschläge mehr ausgegeben würden. Google hat CNBC gegenüber allerdings versprochen, die Einstellungen so zu verbessern, dass es leichter wird, das Tracking zu stoppen.

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Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Jan

Gmail verwertet auch weitere Daten aus PDFs, z.B. Flugbuchungen. So neulich bei mir gehen, als mir das Reisebüro ein Flugticket als PDF per E-Mail geschickt hat. Abflugtermin, Reiseziel usw. wurde automatisch im Google Kalender gespeichert.

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