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Google startet den Cloud-Uploaddienst Transfer-Appliance in Europa

Transfer-Appliance für die Google-Cloud jetzt auch in Europa. (Bild: Google)

Wer große Datenmengen in die Google-Cloud übertragen will, kann jetzt auch in Europa auf den Dienst Transfer-Appliance zurückgreifen. Der soll auch strengsten EU-Datenschutzanforderungen genügen.

Große Datenmengen wie Audiodateien, Satellitenbilder oder Wetterdaten in die Cloud zu übertragen, kann unter Umständen Tage dauern. Google hat daher mit dem Dienst Transfer-Appliance eine Möglichkeit geschaffen, wie die Datenübertragung beschleunigt werden kann. Transfer-Appliance ist jetzt auch in Europa zugänglich, wie ZD-Net berichtet. Der Dienst soll auch strengste Datenschutzanforderungen in der EU erfüllen können, wie es heißt.

Jetzt auch in der EU: Google-Speicher für Cloud-Upload riesiger Datenmengen

Die Transfer-Appliances sind von Google speziell für schnelle Datenübertragungen entwickelte Speichermedien, die es in einer 100- und einer 480-Terabyte-Version gibt. Unternehmen oder private Anwender, die solch riesige Datenmengen – Google empfiehlt den Einsatz des Dienstes ab 20 Terabyte Daten – in die Cloud übertragen wollen, können sich den Speicher zusenden lassen. Die Daten werden dann auf das Speichermedium übertragen, wo sie auch verschlüsselt werden. Anschließend werden die Transfer-Appliances zurück zu Google geschickt und dort in die Cloud hochgeladen. Dort können die Kunden schließlich wieder auf ihre Daten zugreifen.

Die Preise für den Service betragen 300 US-Dollar für die 100-Terabyte-Appliance und 1.800 Dollar für die 480-Terabyte-Version. Inkludiert ist, dass der Speicher für zehn beziehungsweise 25 Tage (480-Terabyte-Version) im Unternehmen sein darf. Anschließend wird eine Art Leihgebühr von 30 beziehungsweise 90 Dollar pro Tag fällig. Hinzu kommt die Gebühr für das Versenden, die sich laut Google auf 500 bis 900 Dollar belaufen kann. Zwei US-Cent pro Gigabyte pro Monat verlangt Google zudem, solange die Daten in der Cloud noch nicht auf den entsprechenden Speicherplatz des Unternehmens verschoben worden sind.

Damit der Google-Dienst die DSGVO-Anforderungen erfüllt, haben Kunden die Möglichkeit, bei der Anforderung der Transfer-Appliance die Cloud-Region auszuwählen. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt auf dem Speichergerät, die Schlüssel hat der Kunde. Entschlüsselt werden können die Daten erst beim Verschieben auf den gewünschten Speicherplatz in der Google-Cloud. Die Daten, so Google, verlassen die EU nicht.

Ebenfalls interessant: Einfache Übertragung von Daten – das steckt hinter der Initiative von Facebook, Google und Co.

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