Entwicklung & Design

„Google+ steht bei 20 Prozent der geplanten Funktionen“

Das Steckenpferd Google+ hat seine Grenzen noch lange nicht erreicht.

Bradley Horowitz, bei Google für die Entwicklung der sozialen Dienste verantwortlich, erörterte vergangene Woche den Entwicklungsstand von Google+. Bislang seien nur 20 Prozent der geplanten Funktionen implementiert, erklärte er Pressevertretern.

In Anbetracht der vergangene Misserfolge wurden immer wieder Stimmen laut, die parallel zu Buzz und Wave den Untergang von Google+ vorhersagten. Die in der vergangenen Woche in einem niederländischen Blog öffentlich gewordenen Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand des sozialen Netzwerks deuten aber in eine ganz andere Richtung.

„Jeden Tag wird ein neuer Rekord gebrochen“

Niederländischen Pressevertretern erklärte Horowitz, die Entwicklung von Google+ sei noch lange nicht abgeschlossen. Erst 20 Prozent der geplanten Funktionen habe das Entwicklerteam umgesetzt. Ohne genaue Angaben zu machen, deutete er unter anderem an, dass Veränderungen im Bereich der Kommunikationsdienste Gmail, Google Voice, Google+ Hangouts und Messenger anstehen. „2013 wird das Jahr von Google+“, beteurte Horowitz.

Google+

Google: Das neue Steckenpferd Google+ hat seine Grenzen noch lange nicht erreicht.

Aktuelle Nutzerzahlen offenbarte Horowitz nicht. Sie seien unmittelbar mit finanziellen Kennzahlen verbunden, weshalb ihre Bekanntgabe größere Auswirkungen haben könnte. Er erklärte jedoch: „Die Zahlen übertreffen unsere Erwartungen. Jeden Tag wird ein neuer Rekord gebrochen“. Schon die letzte offizielle Bekanntgabe aus dem September dieses Jahres offenbarte ein starkes Wachstum. Google+ zählte damals rund 100 Millionen aktive Nutzer pro Monat und 400 Millionen angemeldete Nutzer.

Google+ bleibt (vorerst) werbefrei

Etwa die Hälfte des Traffics stammt von mobilen Endgeräten, erklärte Horowitz. Da es nicht möglich sei, die Desktop-Version ohne Anpassungen auf Smartphones und Tablets zu übersetzen, lege Google besonderen Wert auf die Entwicklung mobiler Applikationen. Zum Vergleich: Facebook erhält derzeit etwa 60 Prozent des Traffics von mobilen Endgeräten.

Auf Google+ wird derzeit keinerlei Werbung eingeblendet. Horowitz zufolge sei ein soziales Netzwerk dafür ohnehin nicht der ideale Ort. Die über Google+ gesammelten Daten sollen deshalb in erster Linie genutzt werden, um extern ausgelieferte Werbeanzeigen zu verbessern. Sollte Google diesen Kurs beibehalten, wäre dies ein klares Alleinstellungsmerkmal.

Google+: API wird ausgeweitet

Entwickler fordern schon seit langem eine Ausweitung der Google+-API. Wie Horowitz berichtet, wolle Google durch den eingeschränkten Zugang ein organisches Wachstum sicherstellen. Anstatt Beiträge von Twitter oder Facebook automatisiert auch auf Google+ zu publizieren, zwingt man Nutzer deshalb, auf Google+ selbst aktiv zu werden. Es sei geplant, Entwicklern in Zukunft mehr Möglichkeiten einzuräumen. Genaue Angaben zum Zeitpunkt der Veränderungen machte Horowitz aber nicht.

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6 Kommentare
Kevin Pliester

Ich liebe Google+ und finde es bereits jetzt um einiges „sinnvoller“ als Facebook!

Ich freue mich auf die Neuerungen und bedanke mich bei euch, für die Neuigkeit! :)

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Tom

Ein bisschen Werbung wäre nicht mal schlimm, solange die nicht anfangen, Posts künstlich zu begrenzen, um sie dann wieder wie bei Facebook gegen Geld für alle freizuschalten.

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