News

Zusammenarbeit mit Verlagen: Google hebelt First-Click-Free-Prinzip aus

Google erleichtert Verlagen das Angebot von kostenpflichtigen Abomodellen. Bezahlschranken sollen sich künftig nicht mehr über Suchergebnisse umgehen lassen, das First-Click-Free-Prinzip ist passé.

Google weicht First-Click-Free-Prinzip auf

Ein guter Tag für Verlage und Content-Anbieter: Google hat am Sonntag sein First-Click-Free-Prinzip ausgehebelt und fördert damit künftig das Angebot von kostenpflichtigen Abomodellen. Verlage können jetzt selbst darüber entscheiden, ob sie Nicht-Abonnenten ein Überwinden der Bezahlschranke über die Suchergebnisse gewähren wollen – ohne negative Konsequenzen für das Ranking bei Google fürchten zu müssen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

WSJ-Artikel über Google hinter einer Paywall. (Screenshot: WSJ.com/t3n.de)

Bisher hatten Medienkonzerne im Rahmen der First-Click-Free-Idee Nutzern drei Artikel pro Tag gratis zur Verfügung stellen müssen oder waren durch eine schlechtere Positionierung im Google-Ranking abgestraft worden. Das hätte eigentlich zu höheren Abonnentenzahlen führen sollen, so die Idee. Stattdessen hatten Nutzer die Bezahlschranke über die Suchergebnisse systematisch umgangen. Zu einer spürbaren Steigerung der Abonnentenzahlen soll es aber nicht gekommen sein.

Stattdessen hatte etwa das Wall Street Journal, ein Tochterunternehmen des Medienkonzerns News Corp., in diesem Jahr von sich aus die Gratisumgehung der Bezahlschranke via Google unterbunden und anschließend mehr Abonnenten gewinnen können. Google habe eingesehen, dass es für die Verlage enorm wichtig sei, ihre Abomodelle erfolgreich zu gestalten, erklärte Richard Gingras, bei Google als Vice-President für den News-Bereich verantwortlich.

Google: Verlage können über Gratis-Angebote entscheiden

Neben der Aufweichung des First-Click-Free-Prinzips – Verlage sollen künftig selbst entscheiden, ob und wie viele Artikel sie gratis zur Verfügung stellen – setzt Google auch auf zusätzliche Softwareunterstützung. Die Alphabet-Tochter will Verlagen in den kommenden Monaten Tools zur Verfügung stellen, die Nutzern das Abschließen eines Abos oder den Kauf eines Artikels erleichtern sollen. Dank der Kreditkarteninformationen, die Nutzer mit Google geteilt haben, könnte so ein Kauf mit nur einem Klick möglich werden.

Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant
Google Assistant. (Foto: t3n)

1 von 20

Darüber hinaus könnte der Suchmaschinenkonzern Verlagen und Content-Anbietern auch bei der Optimierung ihrer Marketing-Aktionen zur Gewinnung neuer Abonnenten unter die Arme greifen – etwa über personalisierte Angebote. Ob Google dafür Geld verlangen wird, steht noch nicht fest, wie es bei Reuters heißt.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Abubakar.ss
Abubakar.ss

Gute Nachrichten Shoppingspout.de

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung