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Google soll Suchanfragen bald deutlich besser verstehen

Google auf dem Smartphone. (Foto: mama_mia / Shutterstock.com)

Google soll Suchanfragen zukünftig deutlich besser verstehen und dadurch auch bessere Resultate liefern. Googles Pandu Nayak nennt es sogar „einen der größten Sprünge in der Geschichte der Suche.“

Wann immer wir eine Suchanfrage in Google eintippen, muss die Suchmaschine begreifen, was wir eigentlich wollen. Das klappt in aller Regel ganz gut – aber eben nicht immer. Vor allem bei komplexen Suchanfragen tut sich Google traditionell schwer damit, wirklich passende Ergebnisse aus dem gigantischen Bestand an Daten zu fischen. Laut Aussage von Pandu Nayak, Googles Vizepräsident für den Suchbereich, wird sich das zukünftig jedoch ändern.

Im Kern geht es darum, dass die Google-Suche verstehen soll, in welchem Zusammenhang einzelne Wörter innerhalb einer Suchanfrage stehen und wie wichtig sie sind. Dazu nutzt die Google-Suche jetzt eine vom Konzern 2018 unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichte Software aus dem Bereich der Computerlinguistik namens Bert. Die Software versucht, den Kontext eines jeden Wortes zu verstehen, und soll so auch die eigentliche Suchintention verstehen.

5 Beispiele für die verbesserte Google-Suche
(Grafik: Google)

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Während die Google-Suche bislang Präpositionen wie „für“ oder „nach“ bisweilen völlig ignoriert hat, was unter Umständen zu wenig hilfreichen Ergebnisse führte, soll ihre Bedeutung innerhalb des Suchkontexts zukünftig erkannt werden. Das wiederum soll sich in passenderen Suchergebnissen bemerkbar machen.

Google-Suche: Neue Technologie soll etwa ein Zehntel aller Suchanfragen betreffen

Nach Schätzungen von Nayak soll Bert etwa ein Zehntel aller Suchanfragen verbessern. Zunächst betrifft das aber nur englischsprachige Suchen in den USA. Später soll die Technologie aber auch auf weitere Sprachen und Regionen ausgeweitet werden. Wann genau deutsche Suchergebnisse damit aufgewertet werden, ist indes nicht bekannt.

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2 Kommentare
Tanja
Tanja

Das finde ich mal eine lustige Entwicklung, denn gleichzeitig sind die Internetnutzer immer weniger in der Lage vollständige Sätze zu formulieren.
Oder in Neusprech: machn hacken dran, funzt net.

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Torsten

Interessanter Artikel, bin mal auf die weitere Entwicklung gespannt…

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