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Google-Suche bringt immer weniger organischen Traffic

Google-Suche. (Foto: Shutterstock.com)

Einer Marketing-Studie nach kommen nur noch 23 Prozent der Besucher von Webseiten über die organische Suche. Bei Google ging der organische Traffic um acht Prozent zurück.

Anfang Juni hatte Google mit dem Diversity-Update eine Neuerung für seine Suche ausgerollt, die vor allem kleineren Seiten im Ranking helfen sollten. Und tatsächlich scheinen die Änderungen in den SERPs – etwa, dass nur noch zwei Ergebnisse von einer Website in den SERPs gezeigt werden sollen – den Kleineren geholfen zu haben. Allerdings bricht der organische Traffic, also der Traffic aus der Suche auf eine Website weitergeleitet wird, ohne dass der Betreiber dafür bezahlt, weiter ein, wie Horizont.at berichtet.

Google-Suche: Organischer Traffic geht um acht Prozent zurück

Laut dem „Digital Marketing Report for Q2 2019“ der US-Marketing-Agentur Merkle ist der organische Traffic aus der Google-Suche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent zurückgegangen. Noch stärker traf es Yahoo (minus elf Prozent) und Bing (minus 26 Prozent). Jeweils deutlich weniger starke Einbußen verzeichnete die reine mobile Suche. Ein deutliches Plus von 49 Prozent (mobil: plus 64 Prozent) verbuchte dagegen die datenschutzfreundliche Suchmaschine Duckduckgo.

Insgesamt sollen derzeit nur mehr 23 Prozent aller Seitenbesuche von organischen Suchergebnissen aus zustandekommen. Das bedeutet ein Minus von sechs Prozent gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres. Als Gründe für den deutlichen Rückgang sehen die Marketingexperten von Merkle die zunehmende Präsenz der bezahlten Suchergebnisse sowie die teils detaillierten Informationen, die Google direkt auf den Ergebnisseiten anzeigt. Das vorläufige Ergebnis: Laut einer Analyse von Fishkin endet fast jede zweite Suchanfrage ohne einen Klick auf die angezeigten Links.

Organischer Traffic von Social-Media-Seiten kaum relevant

Kaum relevant ist laut der Merkle-Studie der organische Traffic von Social-Media-Seiten wie Facebook, Instagram oder Youtube – zumindest, was sogenannte gewerbliche Seiten angeht. Da liegt der Anteil bei nur vier Prozent. Entsprechend gestiegen ist der Anteil der „bezahlten Klicks“ am Traffic-Mix, wie Meedia schreibt. Unternehmen haben ihre Ausgaben für Paid-Ads bei Google um 15 Prozent gesteigert und damit diesen Traffic um zehn Prozent gesteigert. Bei Amazon gaben Marken zwölf Prozent mehr Geld aus, verdoppelten dort aber ihre Umsätze.

Suchmaschinen: Es muss nicht immer Google sein
Wenn eine Suchmaschine von den PRISM-Enthüllungen profitieren konnte, dann ist es Duckduckgo. Noch immer gehen die Nutzerzahlen der US-amerikanischen Suchmaschine stark nach oben. Das liegt an dem Versprechen des Anbieters, keinerlei Nutzerdaten anzusammeln. Über Duckduckgo könnt ihr nicht nur nach Websites suchen, sondern auch nach Bildern und Videos im Internet fahnden. (Screenshot: Duckduckgo/t3n)

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Die Ausgaben für Facebook-Werbung steigerten die Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent. Dafür gab es um 25 Prozent mehr Impressionen. Die organischen Visits sollen um 20 Prozent gestiegen sein. Deutlich mehr Geld als im Vorjahr, nämlich um 85 Prozent mehr, steckten Unternehmen laut Merkle in Werbung auf Instagram. Gewinner dieser Trends, so Meedia, sind freilich vor allem die Plattformen, die die Werbeausgaben einstreichen.

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3 Kommentare
Tristan Melzner
Tristan Melzner

Kann ich bestätigen, bei unseren Seiten haben sich die Klicks drastisch verringert, seitdem Google die Ergebnisse direkt auf der Suchseite anzeigt. Wir haben dann die ewntsprechenden Informationen von der Seite genommen.

Antworten
Pete
Pete

Und das hat geholfen?

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Laura

Sehr interessanter Beitrag!

Wird sicher spannend zu sehen, wie sich der Anteil an Suchanfragen ohne Klick entwickeln wird. Gerade No-Serp SEO wird da wohl immer relevanter.

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