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Google-Tochter Waymo hat über 6.000 Passagiere im ersten Monat befördert

Selbstfahrendes Auto der Alphabet-Tochter Waymo. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Die Google-Tochter Waymo hat im ersten Monat nach dem Start des Taxidienstes mit autonomen Autos in Kalifornien über 6.000 Passagiere befördert. Waymo darf aber noch kein Geld verlangen.

Im Juli hatte Google-Tochter Waymo in Kalifornien die Erlaubnis erhalten, ihren Taxidienst mit autonomen Autos zu testen – allerdings mit einigen Einschränkungen. Jetzt wurde bekannt, dass Waymo innerhalb des ersten Monats 6.299 Passagiere befördert hat, wie Techcrunch berichtet. Insgesamt kam Waymo auf 4.678 Fahrten mit Passagieren, was über 150 Fahrten pro Tag entspricht.

Waymo: Genug Ressourcen für autonome Taxiflotte

Für Beobachter ist das der Beweis, dass Waymo die Ressourcen, Mitarbeiter und Autos hat, um einen solchen Taxidienst mit autonom fahrenden Autos zu betreiben. Auch die weitere Durchführung von Tests sowie der Ausbau des Waymo-One-Services in Arizona sollten möglich sein.

Wie hoch die Nachfrage nach einem Taxidienst ohne Taxifahrer konkret wäre, zeigen die während des Tests erhobenen Daten aber nicht. Zum einen war es Waymo etwa nicht erlaubt, Geld für die Fahrdienste zu nehmen. Außerdem durften bisher nur Mitarbeiter von Waymo und Google sowie deren Gäste in den selbstfahrenden Taxis mitfahren. Der Dienst ist auf die South-Bay beschränkt, gefahren wird unter anderem in Mountain View, Palo Alto, Sunnyvale, Cupertino, Los Altos und Los Altos Hills. Hinter dem Lenkrad muss ein jederzeit einsatzbereiter Fahrer sitzen.

Neben Waymo haben auch AutoX, Pony.ai und Zoox die Erlaubnis für Tests mit autonomen Taxis in Kalifornien erhalten. Waymo führt das Rennen derzeit aber deutlich an. Während Pony.ai und AutoX in den vergangenen Monaten keine Fahrten meldete, gab Zoox 134 Passagiere in zehn Fahrzeugen an.

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4 Kommentare
Christoph

Wird spannend wie es weiter geht. Denke, irgendwann in der Zukunft werden wir schon selbstfahrende Autos haben, bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zumindest hier auf der Webseite scheinen ja überraschend viele dem autonomen Fahren positiv eingestellt zu sein.

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Thomas
Thomas

Ich würde auch einsteigen aber im eigenen Auto würde ich den Großteil der Zeit selbst fahren. Es wird so sein, wie im letzten Jahrhundert in der Fliegerei: Zuerst braucht es etwas mutigere Zeitgenossen. die gemachten Fehler werden konsequent und systematisch gefunden und beseitigt und die breite Masse kommt etwas später.

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Gordian Hense

Mit dem Unterschied, dass die Lernkurve heute, dank Computer und Internet, um 99 % verkürzt ist. Das heisst, es wird schneller kommen als manche glauben. Den grossen wie Waymo, Tesla, Cruise GM, Didi Chuxing werden jetzt schon die Dominanz des Weltmarktes für die nächsten Jahrzehnte voraus gesagt. Wer autonomes Fahren und Raid-Hailing beherrscht, wird den gesamten Transport auf der Welt beherrschen. Das sind unvorstellbare Umsätze und Gewinne. In Europa gibt es wegen der Zurückhaltung gegenüber modernen Systemen keinen einzigen global Player. Der Untergang.

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Gordian Hense

Das ist die Zukunft. Die Vorteile sind riesig. Mit autonom fahrenden Fahrzeugen kann man den Verkehr um zwei Drittel reduzieren, also auch CO2 und Energie, da es praktisch kaum noch Leerfahrten gibt. Parkplätze in Innenstädten sind überflüssig und können für Wohnraum genutzt werden, da die Fahrzeuge ständig fahren oder ausserhalb parken. Die Kosten für den Transport könnten alle bisher da gewesenen Transportmöglichkeiten weit unterbieten wobei die individuelle Strecke von A nach B gewählt werden kann. Das kann der ÖV nie erreichen. Steuergelder die heute in U-/S-Bahn oder Züge investiert werden, würden für sinnvollere Massnahmen frei. Auch alle die nicht Autofahren können, kämen in den Genuss des Transportes von A nach B, individuelle, auf Wunsch, 24/7, 365 Tage im Jahr. Das wäre Demokratisierung des Transports. Mal ganz zu schweigen von den Kostenersparnissen und dem Umweltschutz bei Transport von Gütern. Das Ganze wird dann nur noch durch Raid-Hailing getoppt. Mit einer App lässt man sich einen Transport zusammen stellen, der von A nach B geht, egal wo auf der Welt. Die App berechnet die best mögliche Verbindung unter Nutzung aller vorhandenen Möglichkeiten (Zug, Auto, Flug, Taxi, Uber, E-Roller, etc.). Optimiert nach Zeit, Kosten und Nutzen. In China gibt es schon sehr grosse Unternehmen die das heute schon anbieten. Wir sind hier um tausend Jahre zurück geblieben. Der Vorteil bei autonom fahrenden Fahrzeugen ist die Einsparung von ca. 50 % der Kosten (Fahrer).

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