News

Google-Transparenzbericht lieferte falsche Zahl zu EU-Wahlkampf in Österreich

So präsentiert Google seinen Transparenzbericht. (Screenshot: t3n)

Der Wahlkampfleiter der österreichischen Grünen hat Google für eine falsche Zahl im Transparenzbericht zur EU-Wahl kritisiert. Google hat den Fehler eingestanden und schon korrigiert.

Der Transparenzbericht zu politischer Werbung bei Google gibt einen Überblick über politische Anzeigen, die im Rahmen von Wahlkämpfen geschaltet werden. Das kann politische Kampagnen und deren Finanzierung transparenter machen – wenn denn alle Angaben korrekt sind.

In Österreich hat Thimo Fiesel, Geschäftsführer und Wahlkampfleiter der Partei Die Grünen – Die Grüne Alternative, nun einen Fehler im Transparenzbericht aufgedeckt. Auf Twitter schrieb er am Montag, dass die veröffentlichen Ausgaben zum EU-Wahlkampf seiner Partei von mehr als 300.000 Euro das reale Budget fast um 100 Prozent überschritten.

Grüner kritisiert Transparenzbericht

Tatsächlich habe seine Partei „rund die Hälfte der genannten Summe, exakt 160.919,25 Euro“, für Anzeigen ausgegeben, wird Fiesel in einer verlinkten Mitteilung der Grünen zitiert. Vor dem Hintergrund der falschen Zahl stellt er außerdem grundsätzlich die Sinnhaftigkeit der von Online-Plattformen bereitgestellten Transparenztools infrage. Diese sind seiner Meinung nach völlig unzureichend, um die Werbetätigkeiten politischer Parteien nachzuverfolgen. „Der Raum für falsche Ergebnisse ist offenbar beträchtlich. Wenn Google sich bei uns um fast 100 Prozent verrechnet, wie glaubwürdig sind dann die Daten anderer Parteien?“, so Fiesel.

In einem kurzen Statement gegenüber den österreichischen Grünen und der Presse-Agentur APA hat Google den Fehler im Transparenzbericht eingestanden. „Wir entschuldigen uns für einen Fehler, der die falschen Ausgaben für diesen Werbetreibenden in unserem Transparenzbericht angezeigt hat“, heißt es im Statement. Gabi Zornig, Pressesprecherin der österreichischen Grünen, sagte gegenüber t3n, dass es bisher noch keine Begründung für die falsche Zahl gebe. Im Transparenzbericht von Google wurden die Angaben bereits korrigiert.

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung