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So viel besser ist Google Maps als Apples Kartendienst

Google Maps. (Foto: Roman Pyshchyk / Shutterstock.com)

Der Kartograph Justin O‘Beirne hat einmal mehr die Kartendienste von Google und Apple miteinander verglichen. Im Mittelpunkt des Maps-Vergleichs: Gebäude und Hotspots.

Maps-Vergleich: Google hat die Nase vorn

Der US-amerikanische Kartograph Justin O‘Beirne ist bekannt für seine detaillierten Vergleiche von Kartendiensten, Auch im aktuellen Vergleich zwischen den beiden Branchengrößen hat Google Maps die Nase weit vorn.

Olympia, Washington: Die Darstellung von Gebäuden bei Google Maps und Apple Maps. (Bild: O‘Beirne)

Dieses Mal hat sich O‘Beirne die Anzeige von Gebäuden in den beiden Kartendiensten vorgenommen und war überrascht, wie detailliert die Gebäude in Google Maps mittlerweile dargestellt werden – selbst in sehr kleinen Städten mit nur ein paar Hundert Einwohnern. Im Vergleich dazu fehlt die Anzeige einzelner Gebäude bei Apple Maps in den meisten Städten – selbst in großen Metropolen und vielen der Hauptstädte der einzelnen US-Bundesstaaten, wie O‘Beirne herausgefunden hat. Auch bei Bing und Here fehlen übrigens oft die genauen Gebäudeumrisse.

Die detaillierten Gebäudeumrisse, die Google seit 2012 in seine Karten einzeichnet, werden aus Satellitenbildern gerendert und sind mittlerweile sehr genau. Und das ist laut O‘Beirne die Basis für eine ganze Reihe neuer Google-Maps-Features – etwa die im vergangenen Jahr eingeführten Hotspots, von Google als Areas of Interest bezeichnet. Google berechnet diese besonders empfehlenswerten Gebiete in einer Stadt laut eigenen Angaben aus der Konzentration von Restaurants, Bars und Läden.

Google Maps: Gebäude- und Places-Daten kombiniert

Bei diesem Feature zeigt sich laut dem Kartographen, dass Google seine Gebäudedaten mit den Informationen seiner Places-Anwendung verbunden haben dürfte. Die Daten stammen sowohl aus den Satelliten- als auch den Street-View-Aufnahmen. Google weiß offenbar sehr genau, in welchem Gebäude welche Geschäfte sind – Apple hängt hier noch weit hinterher.

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Künftig könnte Google also bei Suchanfragen entsprechende Gebäude, die den Ergebnissen entsprechen, besonders kennzeichnen. Das dürfte etwa bei Augmented-Reality-Displays in selbstfahrenden Waymo-Autos spannend werden, wie O‘Beirne meint. Für die kommenden Robotertaxis sollen dann die dank Street View aufgenommenen detaillierten Häuserfronten wichtig werden, bei denen die einzelnen Haustüren zu erkennen sind. Auch das gibt es bei Apple Maps nicht. Die Entwickler in Cupertino müssen sich also ranhalten, wenn sie von dem Konkurrenten nicht komplett abgehängt werden wollen.

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