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Googles Ballon-Internetprojekt: Loon errichtet erstes kommerzielles Netz

(Foto: Project Loon)

In Kenia wird erstmals LTE über Googles Ballon-Projekt Loon angeboten. Andere Netzbetreiber sind noch nicht überzeugt.

Googles Ballon-Internetprojekt Loon bereitet sich auf den ersten kommerziellen Test vor. Wie das Unternehmen nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, findet der Test mit Telkom Kenia, dem drittgrößten Netzbetreiber des Landes, statt. Ziel ist es, Bergdorfbewohnern 4G-Dienste zu ermöglichen.

Die kenianische Luftfahrtbehörde gab bekannt, dass die endgültige Genehmigung in diesem Monat unterzeichnet wird.

Mit Ballons, die in der Stratosphäre fliegen, will Google seit dem Jahr 2001 einen breitbandigen Internetzugang über LTE-Mobilfunk in Gegenden schaffen, die sonst nicht versorgt werden. Dabei werden heliumgefüllte Ballons mit einem Technikpaket und Solarzellen an Bord in großer Höhe (18 bis 25 km) platziert. Die Ballons des Project Loon werden vom Boden aus beeinflusst und können so durch die Ausnutzung der Windrichtung in der jeweiligen Höhe in bestimmte Richtungen dirigiert werden. Die Windgeschwindigkeiten sind in der Stratosphäre recht gering: Bei 8 bis 32 Kilometern pro Stunde sollen die Ballons sehr lange in der Luft bleiben.

Nicht alle sind überzeugt

Führungskräfte von fünf anderen Mobilfunkanbietern, die von Loon auf vier Kontinenten umworben wurden, erklärten jedoch laut Reuters, dass Loon für sie derzeit nicht in Frage komme und sich dies möglicherweise nie ändern werde. Aus Sicht dieser Unternehmen, darunter Telkom Indonesia und Vodafone New Zealand, muss Loon nachweisen, dass seine Technologie zuverlässig, sicher und rentabel für Netzbetreiber ist.

Hervé Suquet, Chief Technology und Information Officer für Orange Middle East und Afrika, sagte, Loon müsse sich in Kenia beweisen. „Wenn die Ergebnisse positiv sind, wären wir interessiert“, sagte der Manager des französischen Konzerns.

Die Ballons kosten jeweils Zehntausende US-Dollar und müssen alle fünf Monate ausgetauscht werden, weil die Kunststoffschalen brüchig werden.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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