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Googles JavaScript-Alternative Dart 2.6 kommt mit neuem Desktop-Compiler

Googles Dart 2.6 bringt einen Compiler für Desktop-Apps mit. (Foto: Shutterstock)

Die Programmiersprache Dart ist ab sofort in der Version 2.6 verfügbar. Wesentliche Neuerung ist ein Compiler, mit dem native Apps erzeugt werden können, die ohne installiertes SDK laufen.

Einst als JavaScript-Alternative gegründet, hat sich um Googles Dart längst eine eigene Community geschart. Mit der neuen Version 2.6 führt Dart einen neuen Compiler namens „dart2native“ ein. Dieser ermöglicht die Erstellung ausführbarer Dart-Anwendungen für die Desktop-Betriebssysteme Windows, macOS und Linux.

Eigenständige Executables für Desktop-OS

Dabei sind die Anwendungen komplett eigenständig, bringen also alle für ihren Start nötigen Systemteile mit. Bislang musste wenigstens das Dart SDK auf Systemen installiert sein, die Dart-Anwendungen ausführen sollten.

„dart2native“ ist bei Weitem nicht der einzige Compiler im Dart-Sprachumfang. Mit einem wahren Sammelsurium an Compiler-Erweiterungen ist es mit Dart schon seit Langem möglich, Dart-Anwendungen zu ausführbaren Programmdateien ahead-of-time (AOT) zu kompilieren. Allerdings war diese effiziente Art der Kompilierung auf Apps für iOS und Android unter Verwendung der Flutter-SDK begrenzt.

„dart2native“ erlaubt die AOT-Kompilierung nun auch für die Verwendung der Apps unter den klassischen Desktop-Betriebssystemen Windows, macOS und Linux. Laut Michael Thomsen, Produkt-Manager für Dart und Flutter, eignet sich „dart2native“ besonders für die Herstellung flinker Kommandozeilen-Apps, die von der AOT-Kompilierung in besonderem Maße profitieren.

Über dart:ffi ist der Zugriff auf Systemfunktionen möglich

Über das seit Version 2.5 integrierte Foreign Funktion Interface „dart:ffi“ kann Code der Programmiersprache C von Dart und dem UI-Framework Flutter direkt aufgerufen werden. So kann eine App auf System-API und andere systemnahe Bibliotheken zugreifen. Diese sind typischerweise in C umgesetzt.

Im Zusammenspiel mit „dart2native“ bedeutet das die Möglichkeit, native Apps für Desktop-OS zu schreiben, die per „dart:ffi“ dortige System-API nutzen können. Dadurch erreichen Entwickler eine hohe Flexibilität in dem, was auf den Zielplattformen möglich ist.

Dart 2.6 steht auf dieser Seite zur Verfügung.

Das bedeutet AOT-Kompilierung

AOT bedeutet „Ahead of Time“ und bezeichnet eine Art der Kompilierung, bei der zum Zeitpunkt der Ausführung der so erzeugten App bereits reiner Maschinencode vorliegt. Im Gegensatz dazu muss bei der JIT-Kompilierung „Just in Time“, also zum Zeitpunkt der Ausführung der Quellcode in Maschinencode übersetzt werden. Damit führt die AOT-Kompilierung immer zu schnelleren Apps, weil kein Zwischenschritt vor der Ausführung erforderlich ist.

Passend dazu: Flutter 1.2: Das hat sich im ersten stabilen Release-Update getan

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